Zwei Integrationspreise gehen nach Osttirol

Stadt Lienz und Drucker Ortner sind tirolweit vorbildlich.

Von links nach rechts: Bürgermeister Dr. Hannes Hibler, Josef Steidl (Gärtnerei), Peter Gasser (Bürgerservice), Manel Abdel Meguid (Lehrling Stadtmartketing), Mag. Walter Guggenberger (Leiter Bundessozialamt Landesstelle Tirol)

In der Innsbrucker Villa Blanka wurde am 12. November  der Tiroler Integrationspreis des Bundessozialamtes vergeben. Gleich in zwei Kategorien ging diese Auszeichnung heuer nach Osttirol. In der Kategorie „Junges Tiroler Unternehmen“ votierte die Jury einstimmig für die Aineter Digitaldruckerei Grafik Point Ortner.

Der Firmenchef Stefan Ortner biete Menschen mit Behinderung faire Chancen, so Walter Guggenberger, Leiter der Tiroler Landesstelle des Bundessozialamts, in seiner Laudatio. Es sei ein kleiner Betrieb, aber ganz groß, wenn es um sozialen Zusammenhalt gehe.

Ortner beschäftigt vier Mitarbeiter, die Hälfte von ihnen ist behindert. Verpflichtend wäre dies erst ab 25 Mitarbeitern, wobei auch dann häufig lieber die Ausgleichszahlung geleistet wird.

Ganz oben auf dem Stockerl landete auch die Stadt Lienz mit einem ebenfalls einstimmigen Sieg bei den öffentlichen Einrichtungen. Bürgermeister Dr. Hannes Hibler und drei betroffene Mitarbeiter nahmen im feierlichen Ambiente die Auszeichnung entgegen.

Mag. Walter Guggenberger, Leiter des Bundessozialamtes Landesstelle Tirol, begründete das einstimmige Votum der Jury damit, dass die meisten Betriebe und Institutionen die vorgeschriebene Anzahl an behinderten Beschäftigten – einer pro 25 Arbeitnehmer – bei weitem nicht erreiche. Lienz müsse laut Gesetz sieben Menschen mit Behinderung beschäftigen, tatsächlich seien es jedoch elf. Die Stadt binde, so Guggenberger weiter, diese Menschen auch beispielgebend mit Rücksicht auf deren besonderen Bedürfnisse ein. So seien sie teilweise auch in verantwortlicher Position beschäftigt. Lienz zeige sich zudem generell im Integrationsbereich überaus engagiert.

“Der Tiroler Integrationspreis nimmt einen besonderen Stellenwert in der Auszeichnungspalette der Stadt Lienz ein, honoriert er doch das soziale Netzwerk der Stadt Lienz, das die gute Integration von beeinträchtigten Mitarbeitern im Arbeitsalltag und die Zusammenarbeit mit anderen Sozial- und Behinderteneinrichtungen umfasst”, freut sich Bürgermeister Hannes Hibler über den Preis.

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