Durst stellt Weichen für Technologie der Zukunft

Das Forschungscenter im „Glaskristall“ füllt sich mit Leben. 

Studenten der Technischen Universitäten Karlsruhe und Aachen präsentieren bei Durst.

Sie nennen sich „Delta“ und „Fuks“, die beiden Studententeams des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), die im Auftrag von Durst nach hoch innovativen Anwendungen für Inkjet-Technologie aus Osttirol suchen. Ein dritte Gruppe angehender Wissenschaftler arbeitet an der technischen Hochschule Aachen am selben Thema.

Am 12. November trafen sich die jungen Zukunftsdenker bei Durst in Lienz und präsentierten dem Forschungsbeirat des innovativen Drucker-Produzenten jene 12 Einsatzgebiete für „intelligente Tinte“, die in nicht allzu ferner Zukunft marktreif und wirtschaftlich attraktiv sein könnten. Moderiert und gelenkt wird die spannende Suche nach der technologischen Revolution von der international renommierten Boston Consulting Group.

Durst-Generaldirektor Dr. Richard Piock im Gespräck mit Dr. Markus Lorenz von der Boston Consulting Group

Was die Durst-Firmenleitung und eine hochkarätige Expertenrunde rund um Generaldirektor Dr. Richard Piock zu hören bekam, erscheint dem laienhaften Beobachter wie Sience Fiction und ist doch – fast – schon Realität:  Etwa Elektronik aus dem Drucker, also Steuerungs- und Sensortechnik, die auf unterschiedlichste Materialien einfach aufgedruckt wird und damit zum Beispiel Textilien mit ganz neuen, intelligenten Eigenschaften versieht.

Intelligente Tinte und Durst-Drucktechnologie könnte die Unterscheidung von echten und gefälschten Ersatzteilen für die Autoindustrie erleichtern, könnte die Unterbrechung der Kühlkette bei tiefgefrorenen Lebensmitteln für den Konsumenten im Supermarkt sichtbar machen oder „denkende“ Schuheinlagen ermöglichen, die auf Belastung und Befindlichkeit  des Fußes reagieren.

All das war und ist Thema des laufenden Kooperationsprojektes mit den genannten Universitäten. Für die nötige „Bodenhaftung“ der studentischen Technologievisionen sorgt der Forschungsbeirat von Durst, dem hochkarätige Fachleute wie Professor Emil List von der TU Graz angehören.

Chemiker und Physiker wie Regis Danielian arbeiten bereits heute im Glaskristall-Forschungslabor in Lienz an der Umsetzung innovativer Einsatzgebiete für "intelligente Tinte", aufgetragen mit Hightech-Druckern der Firma Durst. Foto: Profer+Partner
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2 Postings bisher
Detektor vor 7 Jahren

Zur Erinnerung: Herr Piock baute das Forschungszentrum in Osttirol, obwohl ihn die Landespolitik im Stich ließ (schriftliche Zusagen einer Förderung, die dann nicht eingehalten wurde). Zur Eröffnung des Forschungszentrums war dann auch keiner der eingeladenen Landespolitiker gekommen.

Originalton Piock (Kleine Zeitung 29.8.2010): "Sie waren eingeladen, aber es hat niemand Zeit gefunden, und das ist eklatant schäbig und kontraproduktiv. Sie hatten wohl Angst, dass sie vorgeführt werden. Jetzt hat die Tiroler Landespolitik im Forschungszentrum Zutrittsverbot."

Na ja, wir erinnern uns: Osttirols Landtagsabgeordeneter kann sich mit Kleinigkeiten wie einem solchen Forschungszentrum nicht abgeben; er hat ja viel höherfliegende Pläne: auf Schloss Weißenstein in Matrei ein Konfuzius - Institut, ein Zentrum für Traditionelle chinesische Medizin und eine Außenstelle der Diplomatischen Akademie in Wien zu errichten - insgesamt ein "Forum für die Begegnung Chinas mit der EU".

Danke, Herr Generaldirektor Piock, dass Sie trotz solcher Politiker nach Osttirol kamen!

Behu vor 7 Jahren

Es ist für die heimische Wirtschaft enorm wichtig, dass sich Firmen wie Durst in Osttirol niederlassen! Innovative Unternehmen tragen ja auch die Adresse Ihres Standortes in die ganze Welt. Das kann für Osttirol - Lienz, Matrei, Sillian, Debant ect. nur ein Vorteil sein. Super Beitrag!