Stadtorchester Lienz

Großer Klang und lange Tradition. Am 27. November fand das Herbstkonzert statt.

Wir waren bei der Generalprobe im Stadtsaal dabei.Locker aber konzentriert wurde am letzten Tag vor dem großen Auftritt geprobt. Das Cellokonzert von Edward Elgar, die Ouvertüre zu „Pique Dame“ von Franz von Suppé und die „Rheinische Sinfonie“ von Robert Schumann klangen durch den Stadtsaal, der  bei den Auftritten des Lienzer Klangkörpers fast immer ausverkauft ist.

Das Lienzer Stadtorchester ist eine echte „Institution“ des städtischen Kulturlebens mit großem Stammpublikum und einer langen Liste erfolgreicher Konzerte. Seit 2004 führt Andreas Untersteiner den Taktstock. Obmann ist seit dem vergangenen Jahr Heinz Reisinger.

Er erzählt aus dem Alltag des Orchesters, das eine lange Tradition und eine Reihe von Zukunftsplänen hat: „Das Stadtorchester Lienz ist ein reines Laien-Orchester und besteht derzeit aus 60 aktiven Mitgliedern. Es wird durch Musiker aus Südtirol und Oberkärnten verstärkt. In der Vergangenheit wurden Gastkonzerte in Innichen, Bruneck und Matrei gespielt. Diese Auswärtstermine möchten wir in Zukunft fortsetzen.“

Wöchentlich finden Proben für die beiden  großen Konzerte des Jahres statt: das  Muttertags- und das Herbstkonzert. Seit 1999 wird zusätzlich alle drei Jahre im Stadtsaal Lienz ein Neujahrskonzert gespielt.

Heimische Solisten wie Robert Wolf, Anita Mitterer, Romed Wieser, Herbert Lindsberger, Agnes Wolf und Klaus Lukasser sammelten erste Erfahrungen im Stadtorchester Lienz. Im aktuellen Konzert soliert Romed Wieser. Der gebürtige Osttiroler ist seit 1997 Mitglied der Wiener Symphoniker und seit 2003 Solocellist der Vienna Classical Players.

Seit 65 Jahren musikalisch aktiv

Nach der Kriegsjahren, im Winter 1946/47, suchten Rudolf Geißler als erster Dirigent, Oskar Ladstätter und der Franziskanerpater Willibald mittels Flugblatt Mitglieder für ein Stadtorchester. 40 Musiker und knapp 100 Chorsänger meldeten sich zur Mitwirkung! Zum Start wurde Haydns Oratorium „Die Schöpfung“ dargeboten und sogar als Live-Sendung im Regionalprogramm übertragen.

Die „Lienzer Chor- und Orchestervereinigung“ wurde 1955 in „Stadtorchester und Singverein Lienz“ umbenannt. Mit der Gründung des „Kammerchores Lienz“ schwand die Zahl der Sänger und der Vorstand entschloss sich zur Beschränkung auf instrumentale Darbietungen. 1991 wurde der Name deshalb in „Stadtorchester Lienz“ abgeändert.

Dolomitenstadt-Fotograf Martin Lugger lieferte uns die wunderschönen Bilder zu dieser Reportage.

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1 Posting bisher
Christine vor 7 Jahren

Gratulation Herr Lugger die Bilder sind wunderschön. Generell sind die Bilder auf der Dolomitenstadt eine Klasse für sich!!