SoLaLi: Brücke zwischen Not und Unterstützung

Verena Remler eröffnete Sozialladen in Lienz.

Dr. Gabriele Lehner, Verena Remler und Silvia Kilzer (von links) vor gut gefüllten Solali-Regalen.

Nach einer Zeit der Planung und Organisation war es am 16. Dezember soweit. Der kleine Laden in der Schweizergasse, in dem Menschen mit nachweislich geringem Einkommen ab 17. Dezember billig einkaufen können, wurde im Beisein zahlreicher Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft feierlich seiner Bestimmung übergeben.

„In den vergangenen Monaten entstand ein soziales Kartell der Nächstenliebe, ein neues Unternehmen, an dessen Realisierung zahlreiche Institutionen beteiligt waren“, betonte Bürgermeister Hannes Hibler in seiner Begrüßungsansprache. Die drei Träger des Sozialmarktes sind die Stadtgemeinde Lienz, die das Leadership übernommen hat, sowie die Caritas und die Privatstiftung der Lienzer Sparkasse.

Nachdem in der Umbauphase die Obfrau des Vereines, Verena Remler, durch ihren Wechsel in die Bundesregierung „abhanden“ gekommen war, übernahmen ihre Stellvertreterin Gabriele Lehner und Manuela Schober von der Tiroler Arbeiterkammer die Agenden in der Gründungsarbeit. Alle an dem ehrgeizigen Sozialprojekt Beteiligten legten sich in den vergangenen Wochen ins Zeug, um das Vorhaben vorzubereiten und in die Tat umzusetzen.

Ein besonderes Lob fand der Lienzer Bürgermeister auch für die Lieferanten. „Das Echo war gewaltig. Sehr viele Unternehmen haben den Laden mit Waren und Spenden versorgt. Die Lieferanten sind die Lebensader und Grundlage des Projektes.“

Die beiden Geschäftsführerinnen Silvia Kilzer und Michaela Pfurner-Müller werden ab sofort nicht nur Kunden mit günstigen Waren versorgen, sondern auch wichtige Ansprechpartner sein. „Ich wünsche dem Markt mit niederschwelligem Zugang eine Begegnung auf Augenhöhe und mit Herzenswärme“, fand Georg Schärmer, Direktor der Caritas Innsbruck und Obmann der Tiroler Sozialmärkte Tirols, sehr treffende Worte.

Für Verena Remler war es der erste Auftritt in Lienz als Staatssekretärin. „Ich bin stolz auf die Lienzer, denn die Entwicklung des Sozialladens ist ein Zeichen der Mitmenschlichkeit und des sozialen Zusammenhaltes“, so die Politikerin. „Die Notwendigkeit der Einrichtung macht uns in gewissem Sinne betroffen, rüttelt aber auch auf.“

Dekan Bernhard Kranebitter, Pfarrer Raimund Kreidl und den evang. Pfarrer Hans Hecht segneten die Räume. Den Abschluss der Feierlichkeiten bildete die Preisübergabe an jene beiden kreativen Geister, denen unabhängig voneinander die musikalisch und leicht klingende Bezeichnung „SoLaLi“ eingefallen war: Dr. Heidi Fast und Karl Posch bekamen je einen Skipass überreicht.

Ab sofort kann günstig eingekauft werden. Die Regale des hübsch ausgestatteten Marktes sind randvoll mit Grundnahrungsmitteln und Artikeln des täglichen Bedarfs gefüllt. Bezugskarten sind seit geraumer Zeit bei der Caritas Lienz und im 3. Stock der Stadtgemeinde bei Herrn Erwin Peintner erhältlich. Mit ihnen haben berechtigte Osttiroler die Möglichkeit, dreimal pro Woche um  jeweils 10 Euro bzw. einmal pro Woche um 30 Euro einzukaufen.

Das Interesse war schon vor der Eröffnung groß. Zum neuen Kundenkreis zählen mit heutigem Tag bereits 60 Kartenbesitzer aus acht Osttiroler Gemeinden.

Hier die Ansprache von Staatssekretärin Remler im Originalton:

Ansprache_Verena_Remler

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