Gekrönte Häupter wandern durch die Dolomitenstadt

Die Sternsinger sind ab 2. Jänner unterwegs

Nur alle vier Jahre kommt der Bischof zur „Sendungsfeier“ persönlich nach Lienz, um die jugendlichen Sternsinger auszusenden, die singen, sammeln und nach altem Brauch das C+M+B mit Kreide auf die Türstöcke der Häuser und Wohnungen zu schreiben.

Dabei taucht nicht selten die Frage auf, was sich hinter diesen Kürzeln verbirgt. „Nein, nicht die Initialen der Könige“, belehrt einen da manch kleiner König, sondern die Segensbitte „Christus mansionem benedicat“, also „Christus segne dieses Haus“.

Ganz falsch liegt man mit der Namenstheorie allerdings nicht. Andernorts steht nämlich K+M+B auf dem Türstock und es gibt Volkskundler, die durchaus Kaspar, Melchior und Balthasar dahinter vermuten.

Was auch immer die Kreidezeichen bedeuten, der Zweck, für den hunderte Kinder und Jugendliche die Wohnviertel und Dörfer durchstreifen, ist immer gut. Es wird für soziale Projekte in aller Welt gesammelt, mit viel Ernst und Engagement.

Am 29. Dezember wurde die Hauptschule Egger-Lienz in ein Sternsinger-Hauptquartier umgewandelt, es gab Spiele, Vorbereitung und Jause. Abschließend zelebrierte der Tiroler Bischof Manfred Scheuer eine Messe und pilgerte mit der farbenfrohen Karawane zum Auftakt der Sternsinger-Saison durch die Dolomitenstadt zur Klosterkirche St. Marien.

Wir empfehlen: Nicht tot stellen und die Tür zusperren, sondern die Kids, ihre Begleiter und den Weihrauch in die gute Stube lassen, das Herz und die Brieftasche öffnen und sich nachher richtig gut fühlen!

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