„3! Winter Life Camp“

Erlebnisreicher Sicherheitstag für Schüler.

Simulierte Kameradenrettung aus einer Lawine: Erste Hilfe macht nur im Übungsfall Spaß.

Der Trend ist offensichtlich: Jugendliche finden zunehmend Spaß daran, auch abseits der gesicherten Pisten Action zu erleben. Die meisten jungen Freerider haben jedoch keinerlei alpine Erfahrung und sind sich der Gefahren, die im freien Gelände lauern, zu wenig bewusst.

Genau hier setzt das Projekt „3! Winter Life Camp“ an, das in Osttirol seit zwei Jahren mit großem Erfolg auf Prävention setzt. Bergrettung, Alpinpolizei und Alpinkompetenzzentrum Osttirol haben sich zum gemeinsamen Ziel gesetzt, Schüler für ein höheres Gefahren- und Umweltbewusstsein zu sensibilisieren und gleichzeitig die Freude und den Spaß an der Bewegung zu fördern.

Das unüberlegte Befahren unsicherer Hänge kann dramatisch enden.

„Mit dem Projekt, das im Vorjahr in Matrei und Kals startete, erreichten wir bisher 550 Osttiroler Schüler und Lehrer“, erklärt Projektinitiator Mag. Martin Rainer zum Abschluss des diesjährigen „3! Winter Life Camp“. Alle Osttiroler Hauptschulen machten mit. Auf eine theoretische Information in der Schule folgte der Praxisteil direkt im Skigebiet, bei dem die Schüler der 3. Hauptschulklassen wichtige Basisinfos zu Ausrüstung, Vermeidung von Gefahren und richtiger Reaktion nach Unfällen inklusive Erste-Hilfe-Maßnahmen erhielten.

Die Kids waren von der Initiative beeindruckt, u.a. von der simulierten Kameradenrettung aus einer Lawine. „Wir waren positiv überrascht, wie wissbegierig und aktiv die Jugendlichen waren“, freut sich Mag. Rainer. „Wahrscheinlich hängt dies auch mit den Rahmenbedingungen zusammen: Unterricht im Freien, altersgerechte und lebensnahe Aufbereitung, die Schüler werden als selbstbestimmte und verantwortungsbewusste Menschen behandelt.“

Franz Franzeskon von der Alpinpolizei betont: „Wir wollen nicht verbieten, sondern die Schüler auf Augenhöhe aufklären.“

3! Winter Life Camp: Gefahren wahrnehmen, Situationen beurteilen, Entscheidungen treffen, für den Notfall gerüstet sein und Konsequenzen tragen.

Kaum gestartet, sorgt das Projekt, das im kommenden Jahr weitergeführt und auch auf das Gymnasium ausgedehnt werden soll, bereits jenseits der Bezirksgrenzen für enormes Interesse. Rainer: Wir stellten unser Konzept samt Unterlagen der Nordtiroler und Salzburger Bergrettung zur Verfügung, die das AKZ-Projekt ebenfalls umsetzen möchten.“

Alle Fotos: Alpinkompetenzzentrum Osttirol

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