Roter Süden, schwarzer Norden

Ein Blick auf die Sprengelergebnisse zeigt politische und soziale Bruchlinien.

Die Sprengel 2 und 9 wählen in der Volksschule Süd, mitten im Kerngebiet der Lienzer Sozialdemokraten.

Nur ein Sprengel nördlich der Isel wählte bei der Bürgermeister-Stichwahl 2010 Rot. Es ist die Nummer 12, das Wahllokal der Volksschule Nord. Hier verdichtet sich im Umkreis der Wohnbau, hier wählen die Bewohner der Moarfeld-Siedlung und der angrenzenden Wohnblöcke.

Ansonsten gilt für die Dolomitenstadt die Faustregel vom  „schwarzen Norden und roten Süden“. Die Grafik zeigt die Sprengelergebnisse der Bürgermeister-Stichwahl vor 11 Monaten. Das Ergebnis des Sprengels 1 enthält auch die Wahlkarten-Auszählung. Hier kumulieren die schwarzen Stimmen und hier wird auch Bürgermeister Hibler am 6. Februar als Wahlleiter fungieren.

Der Amtsinhaber konnte bei der letzten Stichwahl zwar 8 der 14 Sprengel für sich verbuchen, doch das Diagramm macht sichtbar, dass Elisabeth Blanik fast überall dort sehr deutlich vorne liegt, wo viele Menschen verdichtet wohnen.

Vor allem die beiden Sprengel 2 und 9 in der Volksschule Süd sowie der Sprengel 10, der im Wirtschaftshof der Stadt wählt, sind echte Hochburgen der Vizebürgermeisterin. Fast ein Drittel ihrer Stimmen kommt allein aus diesen drei Wahlbezirken zwischen Pustertaler Straße und Linkem Drauweg.

Ein Klick auf die Grafik vergrößert sie.

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1 Posting bisher
nanny vor 7 Jahren

Ein wirklich toller Artikel! Danke! Auch die Grafik ist sehr übersichtlich. Hätten wir nur überall solche Journalisten.