Osttiroler trauen sich wieder mehr

Zahl der Eheschließungen stieg um 14 Prozent. Begehrte Monate waren Juli und August.

Die Hochzeitsglocken läuten im Bezirk wieder öfter: Die meisten Ehen wurden in der Altersgruppe der 30- bis 40-Jährigen geschlossen. Bild: photocase/sanwen

„Ja, ich will“ – diese Worte waren im vergangenen Jahr österreichweit wieder öfter zu hören. Die statistische Kurve verlief in allen Bundesländern aufwärts. Der Weg auf das Standesamt wurde deutlich häufiger beschritten, womit sich der 2009 noch schwach ausgeprägte Trend steigender Heiratszahlen weiter verstärkte.

Insgesamt 37.493 Paare wagten den Schritt ins Eheglück, das sind um 5,9 Prozent mehr als 2009. Die Anstiege waren in Tirol als Schlusslicht der Bundesländer mit 2,2 Prozent vergleichsweise gering. Dass die Zuwächse regional sehr unterschiedlich ausfielen, sieht man am Beispiel Osttirol: Hier wurden 2010 um 14 Prozent mehr Hochzeiten gefeiert als im vorangegangenen Jahr.

Der Jahresverlauf der heimischen Trauungen wurde wieder von traditionellen Mustern bestimmt. Der beliebteste Heiratsmonat im Jahr 2010 war der August mit 22 Trauungen, gefolgt vom Juli mit 20 und vom Wonnemonat Mai mit 17 Hochzeiten. Das andernorts gern gewählte „magische“ Datum 10.10.2010 führte im Bezirk zu keiner gravierenden Steigerung der Monatsanzahl. Im gesamten Oktober wurden trotz der besonderen Datumskonstellation nur 12 Trauungen durchgeführt.

117 Ehen wurden in der Liebburg geschlossen, 22 Paare gaben sich auf Schloss Bruck das Ja-Wort. 115 Männer und 119 Frauen gingen ledig in die Ehe, für 20 Bräutigame und 18 Bräute war es die zweite Ehe. Sieben frisch gebackene Ehepartner waren zuvor schon öfter als einmal verheiratet. Ein Mann konnte vor dem Gang auf das Standesamt sogar auf sechs Vorehen zurückblicken.

Bei so mancher Hochzeit war der Nachwuchs der Ehepartner zugegen, so brachten 31 Paare ein gemeinsames Kind, 20 Paare zwei gemeinsame Kinder und ein Paar drei Kinder mit in die Ehe.

Traditionell geht es in Osttirol nach wie vor bei der Wahl des Namens zu. Der überwiegende Teil der Paare, nämlich 87,7 Prozent, entschied sich für den gemeinsamen Familiennamen des Mannes. Die meisten Ehen wurden in der Altersgruppe der 30- bis 40-Jährigen geschlossen. Bei zwei Ehepaaren betrug der Altersunterschied 28 Jahre.

Die Scheidungsrate im Bezirk sank übrigens im Jahr 2010. Es wurden 44 Scheidungen gezählt, im Jahr 2009 waren es noch 57. Zwei Ehen wurden nach 45 Jahren aufgelöst, vier Ehen bereits nach zwei Jahren geschieden.

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