Niedrige Erwerbsquote, vielfach Teilzeitarbeit

Heute ist der 100. Internationale Tag der Frau. „Auch 2011 können wir in Osttirol nicht darauf verzichten, diesen zu beachten“, meint Susanna Tasch, Vorsitzende der Gewerkschaftsfrauen in Osttirol.

In Osttirol gibt es nur zwei Bürgermeisterinnen. 31 Gemeindestuben sind noch immer in Männerhand. Der Einkommensunterschied zwischen Frau und Mann ist sehr groß. Verdienen Frauen in Tirol € 10,48 brutto durchschnittlich und Männer € 14,66, klafft die Schere in Osttirol sicher mehr als die statistischen 28,5 % auseinander.

Ein ganzjähriges, ganztägiges und osttirolweites Kinderbetreuungsangebot erhöhe die Chancen für Frauen, beruflich erfolgreich zu sein und nicht den Titel „Rabenmutter“ zu erhalten.

„Wichtig ist eine qualifizierte Betreuung unserer Kinder um ihnen genug Chancen für die Zukunft zu ermöglichen“, stellt die Gewerkschaftsvorsitzende fest. Auch die geringe Frauenerwerbsquote von 43,7 % und der vergleichsweise hohe Anteil an gering bezahlter Teilzeitarbeit gebe zu denken.

„In Nordeuropa steigt seit den 90iger Jahren der Anteil an berufstätigen Frauen. Familienplanung ist nicht alleine Frauenarbeit sondern Frau und Mann kümmern sich um Kinderbetreuung, Ausbildung und Freizeitgestaltung. Trotz hoher Frauenerwerbstätigkeit weisen EU-Länder wie Norwegen, Dänemark und Schweden auch hohe Geburtenraten auf.“

Ein qualifiziertes Kinderbetreuungs- und Ausbildungssystem ermögliche es den Frauen, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen, zeigt sich Tasch von der Familienorganisation der nordischen Frauen begeistert. Ein besonderes Anliegen sei die Senkung der Frauenarbeitslosigkeit im Bezirk. Die Lebensqualität sei hoch und Osttirol damit der ideale Ort, um Kinder großzuziehen.

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