Mini Med Studium Osttirol: Eine Erfolgsstory

8.275 Osttiroler besuchten seit der Gründung vor sechs Jahren insgesamt 48 Vorträge.

Von links: Mag. Anton Klocker, Vorstandsdirektor der Lienzer Sparkasse, Charlotte Sengthaler, MINI MED Mitbegründerin, Organisatorin und Vereins-Geschäftsführerin, Prim. Univ.-Prof. Dr. Peter Lechleitner, Initiator und wissenschaftlicher Leiter des MINI MED STUDIUMS Lienz.

Das vor einem Jahrzehnt nach einer Idee des damaligen Urologie-Vorstandes der Uniklinik Innsbruck, Univ.-Prof. Dr. Georg Bartsch, aus der Taufe gehobene MINI MED STUDIUM hat sich längst zur erfolgreichsten Gesundheitsveranstaltungsreihe Österreichs entwickelt und sucht in ganz Europa seinesgleichen. Mittlerweile haben bundesweit und in Südtirol knapp 300.000 Menschen rund 1300 Vorträge an 23 Standorten besucht, um aus erster Hand wertvolle Infos über Erkrankungen und Gesundheitsprävention zu erfahren.

Die vortragenden Ärzte stellten sich von Beginn an unentgeltlich in den Dienst der guten Sache, die Vorträge sind für die Teilnehmer kostenlos. Die heute als gemeinnütziger Verein geführte unabhängige Info-Plattform wird seit ihrem Start von der Agentur E & K. Sengthaler begleitet und laufend weiterentwickelt.

Mag. Anton Klocker im Gespräch mit dem MINI MED Lienz-"Mastermind" Prim. Univ.-Prof. Dr. Peter Lechleitner.

Das im Jahr 2005 von Prim. Univ.-Prof. Dr. Peter Lechleitner im Bezirk initiierte MINI MED STUDIUM erfreute sich bei der Osttiroler Bevölkerung seit der ersten Veranstaltung großer Beliebtheit. Die spannenden und für Laien gut verständlichen Vorlesungen über Aktuelles aus Medizin und Wissenschaft mit anschließender Diskussion, die im Kolpinghaus Lienz stattfinden, sind gut besucht.

„Bisher haben 8.275 Osttirolerinnen und Osttiroler an den Vorträgen teilgenommen“, freut sich Initiator und Organisator Prim. Univ.-Prof. Dr. Peter Lechleitner über das breite Interesse. „Knapp 65 % der Teilnehmer sind weiblich, die Altersgruppe ist 50 plus. Der Besuch erfolgt zu jeweils einem Drittel aus Interesse am Thema, als Gesundheitsvorsorge und aus persönlicher Betroffenheit.“

Besonders viele Teilnehmer folgten der Einladung zu Veranstaltungen zu den Themen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Kreuz- und rheumatische Erkrankungen, Krebs und psychische Beschwerden. Lechleitner: „Weniger Besucher zählten wir bei Vorträgen zu Alkohol-Sucht, Übergewicht und Sexualität, obwohl wir es für wichtig erachten, auch über Tabuthemen zu referieren.“

Mit den Vorträgen soll der Vorsorgegedanke in der Bevölkerung weiter verankert werden und eine Verhaltensänderung bewirkt werden. „Im Internet werden Erkrankungen oft dämonisiert und Informationen ungefiltert verbreitet“, so Lechleitner. „Wir möchten mit den Referaten und Diskussionen auch die Angst nehmen und setzen auf Entspannung statt Dramatisierung.“

Charlotte Sengthaler, MINI MED Mitbegründerin und Geschäftsführerin des Vereins, betonte im Rahmen eines Pressegesprächs in der Lienzer Sparkasse die neutrale Position der Veranstaltungsreihe. „Sie ist positiv besetzt und stigmatisiert nicht“, so Sengthaler. „Die Leute haben das Gefühl, auch zu schwierigen oder Tabu-Themen hingehen zu können.“

Dass der Eintritt kostenlos, aber nicht vergebens ist, beweise, so die Geschäftsführerin, eine schriftliche Teilnehmerbefragung über den Nutzen und die Zufriedenheit der Besucher. „Mehr als  420 von ihnen sandten ihren Fragebogen zurück, davon empfanden 397 Besucher einen unmittelbaren Nutzen aus dem Besuch der MINI MED-Vorträge.

Eine erfolgreiche Serie findet ab Mitte März ihre Fortsetzung: MINI MED STUDUM Lienz.

„Die niedergelassenen Ärzte des Bezirks berichten über einen größeren Zulauf an Patienten unmittelbar nach den MINI MED-Terminen“, berichtet Lechleitner. „Die Leute kommen nach Kampagnen tatsächlich früher in die Praxen, wenn bestimmte Symptome auftreten. Eine Wiederholung der Themen ist dennoch wichtig.“

Die Lienzer Sparkasse hat MINI MED als wichtiger Partner in den vergangenen sechs Jahren die Treue gehalten und leistet als Sponsor einen wesentlichen Beitrag.

„Sich im medizinischen Bereich weiterzubilden ist enorm wichtig“, betonte Mag. Anton Klocker, Vorstandsdirektor der Lienzer Sparkasse. „Prävention beinhaltet mehr, als nur finanziell vorzusorgen.“

Am 16. März startet übrigens das MINI MED-Frühjahrssemester 2011 in Lienz mit dem Thema: „Weg in die Sackgasse. Moderne Geißeln: Burnout und Depression.“ Referieren werden Prim. Dr. Martin Schmidt, Leiter der Abteilung für Psychiatrie des BKH Lienz, und Univ. Prof. Dr. Ullrich Meise, Stv. Direktor der Univ.-Klinik für Allgemeine Psychiatrie und Sozialpsychiatrie Innsbruck.

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