Buchstäblich ins Ohr: Thomas Glavinic

Der Autor liest am 5. April aus seinem Roman „Lisa“. Beklemmend, und doch amüsant.

Thomas Glavinic's "Lisa": Eine irrwitzige Flucht in eine virtuelle Welt.

Ein Mann versucht sich vor einer Serienkillerin von diabolischem Format zu retten, deren Gesicht unbekannt ist. Lisa hat es nun auf ihn abgesehen. Der Ich-Erzähler verschanzt sich in einer Hütte am Land, hat Angst, kokst und trinkt exzessiv. Er redet in einem Dauermonolog paranoid vor sich hin, sinniert, jammert, analysiert und sendet alles via Internet in die Welt, die keinerlei Reaktion zeigt.

Der Autor Thomas Glavinic erzählt in seinem Meisterwerk der Absurdität, welches das Horror-Genre auslotet, vom unsichtbaren Schrecken der virtuellen Welt, spielt mit der Verunsicherung, dem Unbehagen. Ein Albtraum, ein komprimierter Wahnsinn auf über 200 Seiten, der mit einem klassischen Kriminalroman kaum etwas gemein hat. Ein Psychogramm des Grauens, passagenweise beklemmend und dennoch höchst amüsant.

Der Kurier schreibt „Dieses Buch kann eigentlich alles, was man von einem Buch erwarten kann. Es ist spannend, witzig, böse, satirisch, interessant und mit atemberaubendem Schwung geschrieben. Was will man mehr.“

Auf seiner Lesereise macht Thomas Glavinic mit „Lisa“ auch in Lienz Station und gibt im ansprechenden Ambiente des Kirchenwirts Auszüge aus seinem Roman zu Besten.

Thomas Glavinic liest „Lisa“

Dienstag,  5. April 2011, um 20:00 Uhr

Kirchenwirt, Lienz

Veranstalter: Ummi Gummi

Karten in der Hypobank oder an der Abendkasse

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