Klausur der ÖVP-Granden in Lavant

Initiator und Organisator Erwin Schiffmann über den mit Spannung erwarteten Abend.

Gemeindeamt Lavant: Hinter diese Mauern zieht sich die ÖVP-Parteispitze am 19. April zurück, um zu diskutieren, wie man sich künftig in der Öffentlichkeit präsentiert.

Mit der ÖVP-Klausur im Gemeindesaal von Lavant am 19. April soll, geht es nach dem Sillianer Bürgermeister Erwin Schiffmann, der Startschuss für ein neues, gemeinsames Agieren fallen. Der stellvertretende Bezirksparteiobmann initiierte diesen „Rückzugs“-Abend, nachdem sich bei der Bezirksvorstandssitzung am 31. März die innerparteilichen Fronten weiter verhärtet hatten und von einigen Mitgliedern eine völlige Neuausrichtung gefordert worden war.

Schiffmann wurde mit der Organisation der heute um 18.00 Uhr startenden Klausur beauftragt, in der es primär darum geht, konträre Positionen innerhalb der Osttiroler ÖVP zu diskutieren und Barrieren abzubauen. Das Kräftemessen der Bünde soll ein Ende finden, neue Geschlossenheit wird angesteuert.

Es fehlt in der Bezirkspartei in letzter Zeit aber nicht nur an Einigkeit, sondern auch an Inhalten. Ziel der internen Veranstaltung wird deshalb insbesondere die thematische Weichenstellung für die Zukunft sein.

„Es war mir ein großes Anliegen, das Gespräch zu suchen, da vieles zu klären ist“, betont Schiffmann, der einen „Parteistillstand“ beobachtet. „Im Grunde kann man die Situation der Bundes-ÖVP auf Osttirol herunterbrechen, die Bezirkspartei gibt kaum noch Themen vor. Es ist höchste Zeit, sich über Inhalte Gedanken zu machen.“

Es gelte, gemeinsame Ziele zu suchen und zu definieren, wofür die ÖVP steht und warum der Wähler sich für diese Partei entscheiden soll. Natürlich wird auch die Neubesetzung der Funktion des Bezirksparteiobmannes ein wichtiges Thema sein.

In die Klausur sind viele eingebunden – stimmberechtigte Mitglieder, Mitglieder mit beratender Stimme sowie Ortsparteimitglieder und –obmänner. „Es werden rund 40 Personen teilnehmen“, schätzt Schiffmann, der mit einer Marathonsitzung bis Mitternacht rechnet.

Für die Begleitung des Abends hat man sich professionelle Unterstützung aus Innsbruck geholt. „Rainer Nick vom Institut für angewandte Politikwissenschaft wird die Veranstaltung moderieren“, freut sich Organisator Erwin Schiffmann, der sich eine offene Diskussion sowie eine gemeinsame Vorgehensweise erwartet, wie man sich künftig in der Öffentlichkeit präsentiert.

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