Monokel zeigt: „Fish Tank“

Das Schicksal der 15-jährigen Mia in einem Sozial-Ghetto nahe London, 28. April, CineX.

Der Filmclub MONOKEL zeigt das Sozialdrama der Extraklasse „Fish Tank“ (Drehbuch und Regie: Andrea Arnold) am Donnerstag, den 28. April um 18.15 Uhr und 20.30 Uhr im CineX in Lienz. Hier geht’s zur Kartenbestellung.

Selten zuvor wurden die Gefühle einer heranwachsenden jungen Frau so auf den Punkt gebracht: Die rebellische Mia ist widerborstig und verletzlich zugleich, ein gefährlicher Wirbelwind, sensationell lebensecht verkörpert von Katie Jarvis, die von der Straße weg gecastet wurde.
Selten zuvor wurden die Gefühle einer heranwachsenden jungen Frau so auf den Punkt gebracht: Die rebellische Mia ist widerborstig und verletzlich zugleich, ein gefährlicher Wirbelwind, sensationell lebensecht verkörpert von Katie Jarvis, die von der Straße weg gecastet wurde.

Kurzinhalt: Mia (Katie Jarvis) sucht Streit, seit sie von der Schule geflogen ist. Mit ihrer Mutter, der frechen Schwester, den Mädels vom Block. Ein schiefer Blick, und ihr platzt der Kragen, dass es kracht. Nur wenn sie für sich allein tanzt, ist sie für Augenblicke glücklich. Da steht an einem heißen Sommertag plötzlich ein halbnackter Mann in der Küche: Connor (Michael Fassbender), der neue Freund der Mutter. Mia ist fasziniert. Connor nimmt ihre Nöte ernst, er bringt eine Ahnung von Familienglück ins Haus. Doch wer ist dieser Mann, der manchmal verschwindet? Und was will Mia? Einen Vater, einen Kumpel oder … mehr?

Drei Frauen, ein Mann, herbes Leben in idyllischer Themse-Landschaft – FISH TANK ist wie ein rauher Diamant, heftig, voll unerwarteter Zärtlichkeit und Hoffnung, ein cineastisches Wunder, zu Recht in Cannes mit dem Preis der Jury gekrönt.

(Copyright: Kool Filmdistribution)

Pressestimmen:

Katie Jarvis rockt diesen 2009 in Cannes mit dem Jury-Preis ausgezeichneten Film von der ersten bis zur letzten Sekunde, denn ihre Mia ist weniger ein Problemfall als pure Präsenz. Im Grunde ist „Fish Tank“ auch ein Musikfilm, ein kleines Meisterwerk über den Takt, die Schläge und Pausen des Zusammenlebens, die eben nicht nur der Unterschicht Tilburys bekannt sein dürften. (C. Lutz: Die Welt)

Man kennt diesen körnigen, sehr harschen und slangreichen britischen Sozialkino-Sound vor allem von etablierten Größen wie Mike Leigh und Ken Loach. Doch wo der „Social Realism“ der Altmeister oft zu sehr in Richtung Sozialromantik driftet, fügt Andrea Arnold, die mit ihrem Kurzfilm „Wasp“ 2005 einen Oscar gewann, dem Genre eine neue, aggressivere Nuance hinzu. Sowohl mit „Red Road“ als auch mit „Fish Tank“ gewann die 49-jährige Regisseurin den Großen Preis der Jury bei den Filmfestspielen in Cannes. (A. Borcholte: Der Spiegel)

Am Ende will Arnold mit ihrem Film erzählerisch dann vielleicht doch eine Spur zu weit hinaus. Sie spinnt sich eine zu überzogene Aktion aus, die wie aus einer Arbeit der Dardenne-Brüder wirkt, und riskiert dabei, die flirrenden Momente davor, die mehr offen ließen, vergessen zu machen. (D. Kamalzadeh: Der Standard)

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