VSV schießt Lienz aus dem Kärntner Fußballcup

Eine unglückliche Niederlage im Elferschießen besiegelte das Aus.

Auch im zweiten Spiel binnen weniger Tage gegen den designierten Kärntner-Liga-Meister VSV zeigten die stark ersatzgeschwächten Rapidler (es fehlten Konrad, Jozef, Karre, Überbacher und Steiner) eine ansprechende Leistung.

Anders als in der Meisterschaftspartie am Karfreitag, als der VSV von Anfang an das Heft in die Hand nahm, entwickelte sich in der Cuppartie von Beginn an ein offener Schlagabtausch mit Chancen zur Führung auf beiden Seiten. Abermals zeigte sich die Wallner-Truppe als extrem spielstark und ballsicher, während die Heimischen taktisch diszipliniert agierten und sich als lauf- und zweikampfstarke Mannschaft präsentierten.

Die beste Chance in der ersten Halbzeit vergab aus Sicht der Heimischen Daniel Ortner. Anstatt einen hohen Ball im Strafraum, bedrängt von einem Gegenspieler, direkt ins Tor zu spitzeln, versuchte Rapids Nummer 14 den Ball zuerst zu stoppen, was ihm leider misslang. Gefahr von den Gästen aus Villach strahlte vor allem der quirlige Stürmer Julian Brandstätter aus, welcher nach einer Flanke im kleinen Strafraum zum Kopfball kam, den Ball aber freistehend über das Tor setzte.

Kurz vor der Pause dann die Führung für die Kärntner: Stefan Friessnegger überspielt seinen Gegenspieler auf der rechten Angriffsseite und bringt einen scharf geschossenen Stanglpass zur Mitte, wo Torhüter Stocker den Ball nur nach vorne abwehren kann. Den Abpraller verwertet der sträflich allein gelassene Sandro Ebner mit einem gezielten Schuss aus ca. 12 Metern. 0:1.

Glück für Rapid als wenig später Julian Brandstätter – von der Verteidigung nicht energisch genug attackiert – mit einem satten Schuss aus ca. 25 Metern nur die Latte traf.
Mit einem 0:1 Rückstand gingen die Rapidler in die Pause.

In der zweiten Hälfte verflachte die Partie etwas und die Villacher ließen geschickt Ball und Gegner laufen, während die Lienzer etwas Anlaufzeit benötigten, um wieder ins Spiel zu finden. In der 74. Minute werden die Mühen der Heimischen endlich belohnt. Korber tankt sich rechts durch und wird im Strafraum zu Fall gebracht. Den fälligen Strafstoß verwertet der Gefoulte souverän. Neuer Spielstand 1:1.

Daraufhin erhöhten die Gäste den Druck und mit vereinten Kräften (Baumgartner rettete in extremis vor dem einschussbereiten Brandstätter), einem glänzend disponierten Torhüter Stocker (lenkte einen Naschenweng Kopfball an die Latte) und Göttin Fortuna (Naschenweng traf nach einem Eckball den Ball aus aussichtsreicher Position nicht voll) brachten die Heimischen in der Schlussphase das Remis über die Runden.

Nach 90 Minuten musste ein Elfmeterschießen, in dem der VSV das glücklichere Ende für sich hatte, über den Aufstieg ins Halbfinale des Kärntner Fußballcups entscheiden. Bei den Gästen trafen alle 5 Schützen (Friessnegger, Brandstätter, Striednig, Djukic und Ebner), und während bei den Heimischen Korber, Ortner, Eder M., Baumgartner sicher einnetzten, konnte Thomas Steinlechner auch beim 2. Versuch (der erste Versuch musste nach Anzeige vom Linienrichter wiederholt werden) den Ball nicht im Tor unterbringen – Endstand somit 5:6 n. E. in einer spannenden und ansehnlichen Cuppartie.

Fotos: Brunner Images

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