Rotes Kreuz Osttirol bewahrt Sonderstatus

Ein Kooperationsvertrag sichert die Selbstständigkeit der Bezirksstelle Osttirol. 

Von links: Egon Kleinlercher (Bezirksstellenleiter), Hansjörg Mattersberger (Bezirksleiter-Stellvertreter und Finanzreferent), Markus Mayr (Rechtsreferent), Andreas Stotter (Bezirks-Geschäftsführer) und Franz Krösslhuber (Bezirks-Rot-Kreuz-Arzt)

Der bodengebundene Rettungsdienst in Tirol wurde auf neue Beine gestellt. Künftig sind nicht mehr die Bezirksstellen für Rettungs- und Krankentransporte zuständig, sondern die zentral geführte Organisation „Rotes Kreuz Tirol gemeinnützige Rettungsdienst GmbH“.

Das Rote Kreuz Osttirol, das nicht zentralisiert werden wollte, arbeitete ein Regionalkonzept aus, das zu 100 Prozent in den Kooperationsvertrag mit der Gesellschaft einfloss. Osttirol ist nun zwar Mitgesellschafter der RK Tirol GmbH, bleibt jedoch weiterhin ein selbständiger Verein und damit Herr über die eigenen Finanzen, Ausbildung und Personalorganisation. Auftraggeber waren bisher die Gemeinden, nun ist es das Land Tirol.

Die erfolgreiche Bestätigung der Eigenständigkeit wurde im Rahmen eines Pressegesprächs mit Bezirksstellenleiter Egon Kleinlercher, Stellvertreter Hansjörg Mattersberger, Bezirksgeschäftsführer Andreas Stotter, Rechtsreferent Markus Mayr und Bezirks-Rot-Kreuz-Arzt Franz Krösslhuber präsentiert.

Mit 50 Prozent Freiwilligenquote liegt der Bezirk tirolweit im Spitzenfeld. Derzeit absolvieren rund 450 Freiwillige, 30 hauptberufliche Mitarbeiter und rund 30 Zivis ihren Dienst beim Roten Kreuz. 20 Rettungs- und Krankentransportwägen sind im Einsatz. Die Transporte werden nach einem bestimmten Prozentsatz von Land und Krankenkasse abgegolten, sie verursachen aktuell Kosten von rund 2,5 Millionen Euro.

Nun verfolgt die Bezirksstelle Osttirol ein weiteres Ziel: Die Bereichsleitstelle, die alle Einsätze koordiniert, soll unbedingt als Außenstelle der Leitstelle Tirol erhalten bleiben. Gelingt dies nicht, würden mehr Dispositionsfehler passieren und höhere Kosten entstehen. Außerdem würde die  Servicequalität für die Patienten und die Rettungsorganisation leiden, erklärte Franz Krösslhuber.

Die Bereichsleitstelle Osttirol soll als regionale Außenstelle zur effizienteren Disposition erhalten bleiben.
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1 Posting bisher
promi

Habt ihr damals die falsche Notrufnummer gewählt, Politiker sind nicht über Rettungsleitstellen erreichbar und Zeitungen lesen sie auch keine. Liebe Rettungsleute mir ist nicht so wichtig wer euch alarmiert, Hauptsache ihr kommt schneller als unsere Politiker. Herzlichen Dank an alle Helfer und lasst euch nicht als Spielball der Politik verwenden.