RMO forciert die Themen Energie und Mobilität

Breite Zustimmung zu den Aktivitäten des Regions-managements.

Im Defereggental verkehrt der Rufbus "Defmobil". Ein RMO_Projekt. Foto: Urlaubsregion Defereggental

Nach Jahren, in denen das RMO bei den Gemeinden um Unterstützung angeklopft habe, sei heute die Situation umgekehrt, betonte Obmann Erwin Schiffman zu Beginn der Generalversammlung am 2. Mai in Lienz: „Jetzt kommen die Bürgermeister mit Projekten zum Regionsmanagement und holen sich fachliche Unterstützung.“ Das RMO mit Sitz im Wirtschaftspark ist ein Verein, der von den Gemeinden, dem Nationalpark, dem Tourismusverband und den Osttiroler Banken getragen wird.

Aus rund 80 Projekten vom  3000 Euro-Projekt über Osterbräuche bis zum 1,6 Mio Nationalpark-Ranger-Programm ragen vor allem die Themenfelder Mobilität und Energie heraus. Das ausschließlich weibliche Team rund um Helene Brunner bat die Vertreter erfolgreicher Initiativen vor der versammelten Bürgermeisterschar zum Interview.

Vitus Monitzer, Bürgermeister von Hopfgarten, zog eine erste Bilanz des RMO-Projekts „Defmobil“, das den 2500 Einwohnern des Defereggentales zu mehr Mobilität verhelfen soll. Von 5.00 früh bis ca. 21.00 Uhr am Abend verkehrt nach Bedarf ein „Rufbus“, der nur 2,20 Euro kostet und immerhin schon 500 Personen/Monat transportiert.  Mit noch mehr Bedarfsorientierung und Attraktivität auch für Touristen will man diese Zahl noch verdoppeln.

Nach dem Deferegger Muster ist ein größeres, grenzüberschreitendes Rufbus-Modell im Pustertal in Ausarbeitung. 300.000 Euro sind dafür budgetiert, eine Summe, die sich die Provinzen Belluno, Bozen und der Osttiroler Planungsverband 35 (Region um Sillian) teilen und die größtenteils durch Förderungen finanziert wird.

In Sachen Energie setzt das RMO auf eine exakte Erhebung des Einsparungs- und Optimierungspotenzials in den Osttiroler Gemeinden. Gebäudesanierung, Straßenbeleuchtung, Energiebuchhaltung und Ökokriterien für lokale Bauordnungen sind einige der „heißen“ Themen auf diesem Sektor. Ein interner Weblog soll den Wissensaustausch zwischen den Kommunen fördern und ein kleines Schulprojekt macht Kinder zu „Energiemanagern“.

Das 1927 gegründete E-Werk Assling wurde der Generalversammlung als Best-Practice-Beispiel präsentiert, das auch ins Rennen um den Arge Alp Energepreis geschickt wird. Geschäftsführer Harry Stocker rechnete vor, dass dass vier Wasserkraftwerke im Besitz einer 187 Mitglieder zählenden Genossenschaft immerhin 35 Mio KWh Strom produzieren, der nur zu einem Drittel selbst benötigt wird, für die Versorgung von 750 Kunden im Einzugsgebiet. Der Rest wird ins allgemeine Netz eingespeist.

Entlastung für das Budget 2010 und Genehmigung für das Budget 2011 wurden schließlich einstimmig erteilt.