Glocknerkönig beim Giro d’Italia: Jose Rujano

Venezulaner siegt vor Contador, der die Gesamtführung ausbaut.

Das Giro-Hauptfeld beim Anstieg auf den Iselsberg. Foto: Expa/Feichter
Jose Rujano vor Superstar Alberto Contador im Ziel auf 2300 Metern. Foto: Expa/Groder

Nach 167 Kilometern, vier Stunden und 46 Minuten erreichte am Freitag, 20. Mai, der Venezulaner Jose Rujano fast Schulter an Schulter mit Superstar Alberto Contador das Ziel der Glockneretappe auf der Franz-Josefs-Höhe und trug sich auf 2.369 Metern Seehöhe als Giro-Etappensieger in die Annalen ein.

Mehr als drei Minuten beträgt jetzt bereits der Vorsprung des Tourführenden Contador vom Team Saxo Bank auf seine italienischen Verfolger Nibali und Scarponi. Der Spanier zeigte auch auf der 13. Etappe des 94. Giro d’Italia, dass er den Toursieg nicht mehr aus der Hand geben möchte.

Rund acht Kilometer vor dem Ziel gab Contador Gas, ließ das Hauptfeld hinter sich und hatte – wie schon beim Etappensieg auf dem Ätna – nur den leichtgewichtigen Rujano bei 14 Prozent Steigung auf den Fersen. Am Ende überließ der Superstar seinem Begleiter ganz locker den Etappensieg, wohl in dem Bewusstsein, dass ihn bei dieser Tour niemand mehr aufhalten kann.

Morgen um 10.30 Uhr geht das Profifeld die nächsten 210 Kilometer an. Vom Hauptplatz in Lienz bis zum Monte Zoncolan müssen vier Berge überklettert werden. Die Teilnehmer des „Fight for Pink“, über den wir natürlich auch ausführlich berichten, dürfen sich bereits auf ihren Lorbeeren ausruhen.

Alberto Contador strahlt im Glocknerhaus und wirkt so, als ob ihm auch auf den kommenden Bergetappen nicht die Luft ausgehen könnte. Foto: Expa/Groder
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