Reisner: „Begegnung und Kommunikation“

Die Bezirkshauptfrau zog Bilanz über ihr erstes Jahr im Amt.

Vieles ist neu, hat sich verändert, seit Olga Reisner Anfang Juni 2010 die Nachfolge von Paul Wöll antrat. Laut Rückmeldung ihrer 107 Mitarbeiter wird eine neue Qualität in der Führung und im Miteinander empfunden. Sie hätten nun mehr Arbeit, aber auch mehr Spaß daran.

Olga Reisner wollte von Beginn an so authentisch wie möglich sein, setzte in ihrem ersten Jahr im Amt auf eine Kultur der verstärkten Kommunikation und Begegnung. „Ich möchte flachere Strukturen leben und die Mitarbeiter so oft wie möglich in Entscheidungen einbinden“, so die Behördenleiterin, die keine Freundin eines Von-unten-nach-obens“ ist. Manche Entscheidungen seien aber auch einsam, wie Reisner betonte. Insgesamt habe sie mit mehr Konfrontation im Team und mit häufigeren Interventionen gerechnet. Ihre Gestaltungsmöglichkeiten seien hingegen um einiges vielfältiger als erwartet.

Olga Reisner erwies sich in den letzten Monaten als überaus volksnah. In ihren wöchentlichen Sprechstunden war sie seit Beginn des Jahres 2011 mit Anliegen von 96 Bürgern konfrontiert. Aber die Bezirkshauptfrau mischte sich auch gerne und häufig unters Volk. Sie besuchte seit Jahresbeginn nicht weniger als 64 Veranstaltungen, darunter zahlreiche Versammlungen der heimischen Blaulichtorganisationen. Für den Spätherbst 2011 ist ein Tag der offenen Tür in der BH Lienz angesetzt.

Über die 33 Osttiroler Bürgermeister sagte Reisner, dass drei Viertel von ihnen bemüht seien, für den Bezirk Gutes zu tun. Der Rest sei entweder erst dabei, sich einzuarbeiten, oder nicht mit Leidenschaft Bürgermeister.

Was sind die zukünftigen Herausforderungen? Reisner nannte als einige wenige Beispiele den Pflegebereich, den Facharbeitermangel, das Notarztsystem sowie die Umgestaltung und thermische Sanierung des Amtsgebäudes. Und sie sieht einen Bedarf für Streetworker in Lienz.

Viel Arbeit, die der Bezirkshauptfrau jedoch sichtlich Spaß macht: „Ich habe einen der besten Jobs im Landesdienst, die es gibt.“

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