Neue Seilbahn erschließt die Kerschbaumer Alm

Material und schwindelfreie Personen schweben umweltgerecht zur Hütte.

Am 1. Juni wurde die Almseilbahn auf die Kerschbaumer Alm ihrer Bestimmung übergeben. Die Alm gehört zum Kerschbaumerhof in Leisach, dessen Eigentümer der Obertilliacher Bauer und Hotelier Josef Lugger ist. Im 275 Hektar großen Almgebiet, das sich zwischen 1.800 und 2.100 Metern Seehöhe ausdehnt, befindet sich auch das Kerschbaumer Schutzhaus, das der Sektion Lienz des Österreichischen Touristenklubs gehört.

Die Inbetriebnahme der Zweiseil-Pendelbahn löst das jahrzehntelang diskutierte Problem der Erschließung der Alm in den Lienzer Dolomiten. Anfang der neunziger Jahren wurde über einen Fahrweg nachgedacht. Man verwarf diesen Eingriff in die sensible Naturlandschaft aber wieder. Seither sorgten Hubschrauber und Träger für Nachschub auf der Kerschbaumer-Hütte und Bewirtschaftung der Alm.

Die Seilbahn beginnt am Ende des bestehenden Forstweges auf einer Seehöhe von 1.530 m und darf nur von befugten Personen benützt werden. Ihre Bergstation liegt direkt bei der Schutzhütte. Für Planung und Errichtung zeichnen die Lienzer Spezialisten der Abteilung Agrartechnik des Landes Tirol verantwortlich. Der zuständige Landesrat Anton Steixner war deshalb auch bei der Eröffnung dabei.

Für ihn ist diese Bahn, die mit vier Stützen einen Höhenunterschied von 470 Metern auf einer Länge von 1.412 Metern überwindet, „eine umweltgerechte und dauerhafte Lösung, um die landwirtschaftliche Bewirtschaftung auch in Zukunft sicherzustellen.“

Die Investitionskosten von knapp 250.000 Euro wurden als LEADER-Projekt aus Mitteln der Ländlichen Entwicklung gefördert und von den Projektpartnern Land Tirol (über 38.000 Euro), Bund (über 57.000 Euro), der Europäischen Union (über 90.000 Euro) und den Almbesitzern (über 62.000 Euro) aufgebracht.

Fotos: Brunner Images

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