„Ärzte ohne Grenzen“

Nach ihrem Einsatz in vielen Ländern berichtet Maria Tomas in Lienz über die Hilfsorganisation. ></p> <p>&nbsp;</p> <p>Als zwölf Ärzte und Journalisten 1971 die Institution „Médecins Sans Frontières“ ins Leben riefen, sollte das Recht aller Menschen auf medizinische Hilfe in die Tat umgesetzt werden - ohne nach Herkunft, Religion oder politischer Überzeugung zu fragen. Die Organisation wuchs kontinuierlich und bietet heute weltweit rasch und professionell Hilfe für Menschen nach Naturkatastrophen, Epidemien und gewalttätigen Auseinandersetzungen.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Auch Osttiroler stellen sich für „Ärzte ohne Grenzen“ in den Dienst der gute Sache: Marcus Bachmann, derzeit Projektleiter in der Elfenbeinküste, sowie Maria Tomas, Maria Feytl und Maria Magdalena Außerlechner.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Aus Anlass des 40-jährigen Jubiläums besucht die weltweit aktive Institution verschiedene österreichische Städte und macht auch in Lienz Halt.</p> <p>Am <strong>8. Juni um 19.00 Uhr</strong> lädt das Kolpinghaus Lienz zu einem <strong>Vortrag zum Thema “Von Biafra bis Haiti“</strong>. Maria Tomas gestaltet am <strong>14. Juni ab 18.30 Uhr</strong> – ebenfalls im Kolpinghaus – einen <strong>Informationsabend</strong> für all jene, die an Mitarbeit interessiert sind.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Maria Tomas, 1968 geboren, wuchs in Thurn auf. Nach der HAK wechselte sie für ihr Studium nach Wien und war zunächst in der Privatwirtschaft tätig. Immer schon an humanitärer Hilfe interessiert, ging sie 2002 für das Österreichische Hilfswerk für ein halbes Jahr nach Tschetschenien und machte im Anschluss in Irland eine fachspezifische Ausbildung.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Im Herbst 2003 startete ihr erster Einsatz für Ärzte ohne Grenzen: ein zehnmonatiger Aufenthalt in Afghanistan - einem politisch instabilen Land, das für Tomas auch als Frau eine große Umstellung und Herausforderung bedeutete. „Aber die Arbeit – ich war für administrative und organisatorische Belange zuständig – war ein äußerst positives Erlebnis, da alles sehr strukturiert ablief.“</p> <p>&nbsp;</p> <p>Dass humanitäre Einsätze gefährlich sein können, war Tomas von Beginn ihrer Tätigkeit an bewusst: „Die Organisation, die sehr professionell agiert, sagt dies ganz klar vor den Einsätzen und macht auf mögliche Risiken aufmerksam.“ Wie instabil die Sicherheitslage vor Ort oft war, zeigte sich, als in unmittelbarer Umgebung tatsächlich etwas passierte. „Fünf meiner Kollegen wurden während meines Einsatzes in Afghanistan ermordet“, erinnert sich Tomas an eine besonders tragische Erfahrung.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Das positive Gefühl, trotz schwieriger Umstände an Hilfeleistung beteiligt sein und Gutes tun zu können, motivierte sie zum Weitermachen. Es folgten ein halbjähriger Aufenthalt in Angola und ein Jahr in Mocambique. Die Möglichkeit, ihre administrativen Kenntnisse und ihr Wissen weiterzugeben, führten zu einer Reihe von Kurzeinsätzen in zahlreichen Ländern. „Ich war u.a. im Sudan, in Kenia, Uganda, Niger, Tschad, Honduras und Guatemala im Einsatz, um Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen vor Ort einzuschulen“, so Tomas.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Im Mai 2009 wechselte die gebürtige Osttirolerin in die Personalabteilung in Wien. Die Mutter eines kleinen Sohnes – Matthias ist acht Monate alt – kann sich durchaus vorstellen, wieder im Ausland zu arbeiten. „Auch Familien sind für Ärzte ohne Grenzen im Einsatz“, berichtet sie. „Es kommen natürlich nur gewisse Bereiche in Betracht.“</p> <p>&nbsp;</p> <p>Von ihren bereits getätigten Aufenthalten möchte sie keinen missen. „Es waren sehr positive Erfahrungen, engagierte Projekte, fremde Länder und Kulturen kennenzulernen und beitragen zu können, erfolgreiche humanitäre Arbeit zu leisten.“</p> <p>&nbsp;</p> <p>&nbsp;</p> </textarea></div> <mce:script type=

Administrative Tätigkeit als Finanzkoordinatorin in Mosambik: Maria Tomas im Einsatz für "Ärzte ohne Grenzen" im Jahr 2006.

Als zwölf Ärzte und Journalisten 1971 die Institution „Médecins Sans Frontières“ ins Leben riefen, sollte das Recht aller Menschen auf medizinische Hilfe in die Tat umgesetzt werden – ohne nach Herkunft, Religion oder politischer Überzeugung zu fragen. Die Organisation wuchs kontinuierlich und bietet heute weltweit rasch und professionell Hilfe für Menschen nach Naturkatastrophen, Epidemien und gewalttätigen Auseinandersetzungen.

Auch Osttiroler stellen sich für „Ärzte ohne Grenzen“ in den Dienst der gute Sache: Marcus Bachmann, derzeit Projektleiter in der Elfenbeinküste, sowie Maria Tomas, Maria Feytl und Maria Magdalena Außerlechner.

Aus Anlass des 40-jährigen Jubiläums besucht die weltweit aktive Institution verschiedene österreichische Städte und macht auch in Lienz Halt.

Die gebürtige Osttirolerin kommt am 14. Juni für eine Infoveranstaltung nach Lienz.

Am 8. Juni um 19.00 Uhr lädt das Kolpinghaus Lienz zu einem Vortrag zum Thema “Von Biafra bis Haiti“. Maria Tomas gestaltet am 14. Juni ab 18.30 Uhr – ebenfalls im Kolpinghaus – einen Informationsabend für all jene, die an Mitarbeit interessiert sind.

Maria Tomas, 1968 geboren, wuchs in Thurn auf. Nach der HAK wechselte sie für ihr Studium nach Wien und war zunächst in der Privatwirtschaft tätig. Immer schon an humanitärer Hilfe interessiert, ging sie 2002 für das Österreichische Hilfswerk für ein halbes Jahr nach Tschetschenien und machte im Anschluss in Irland eine fachspezifische Ausbildung.

Im Herbst 2003 startete ihr erster Einsatz für Ärzte ohne Grenzen: ein zehnmonatiger Aufenthalt in Afghanistan – einem politisch instabilen Land, das für Tomas auch als Frau eine große Umstellung und Herausforderung bedeutete. „Aber die Arbeit – ich war für administrative und organisatorische Belange zuständig – war ein äußerst positives Erlebnis, da alles sehr strukturiert ablief.“

Dass humanitäre Einsätze gefährlich sein können, war Tomas von Beginn ihrer Tätigkeit an bewusst: „Die Organisation, die sehr professionell agiert, sagt dies ganz klar vor den Einsätzen und macht auf mögliche Risiken aufmerksam.“ Wie instabil die Sicherheitslage vor Ort oft war, zeigte sich, als in unmittelbarer Umgebung tatsächlich etwas passierte. „Fünf meiner Kollegen wurden während meines Einsatzes in Afghanistan ermordet“, erinnert sich Tomas an eine besonders tragische Erfahrung.

Engagierte Projekte unterstützen: Maria Tomas bei ihrem ersten Einsatz für "Ärzte ohne Grenzen" in einer Geburtenstation in Afghanistan.

Das positive Gefühl, trotz schwieriger Umstände an Hilfeleistung beteiligt sein und Gutes tun zu können, motivierte sie zum Weitermachen. Es folgten ein halbjähriger Aufenthalt in Angola und ein Jahr in Mosambik. Die Möglichkeit, ihre administrativen Kenntnisse und ihr Wissen weiterzugeben, führten zu einer Reihe von Kurzeinsätzen in zahlreichen Ländern. „Ich war u.a. im Sudan, in Kenia, Uganda, Niger, Tschad, Honduras und Guatemala im Einsatz, um Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen vor Ort einzuschulen“, so Tomas.

Im Mai 2009 wechselte die gebürtige Osttirolerin in die Personalabteilung in Wien. Die Mutter eines kleinen Sohnes – Matthias ist acht Monate alt – kann sich durchaus vorstellen, wieder im Ausland zu arbeiten. „Auch Familien sind für Ärzte ohne Grenzen im Einsatz“, berichtet sie. „Es kommen natürlich nur gewisse Bereiche in Betracht.“

Von den vergangenen Aufenthalten möchte sie keinen missen. „Es waren sehr positive Erfahrungen, engagierte Projekte, fremde Länder und Kulturen kennenzulernen und beizutragen, humanitäre Arbeit zu leisten.“

Fotos: MSF

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