Osttirol-Auswahl spielte wacker gegen Wacker

Klasseunterschied summierte sich aber zu 0:4 Niederlage.

Innsbruck Trainer Walter Kogler, der sich als einstiger  Spieler des Wolfsberger AC noch gut an die Spiele im Lienzer Dolomitenstadion erinnern kann, räumte diesem Vorbereitungsspiel keine untergeordnete Rolle ein. Schließlich könne der eine oder andere Spieler durchaus die Chance nützen, sich als Stammspieler zu empfehlen.

Unter normalen Umständen wirkt Wacker Innsbruck auch in der Osttiroler Fußballprovinz als Zuschauermagnet. Dass die Zuschauerplätze aber ungewohnt leer blieben, lag an den heftigen Regenschauern vor und während des Spieles. So fanden sich rund 300 Zuschauer ein, um vor allem den Wacker Spielern gespannt auf die Beine schauen. Die aber waren müde.

Gezeichnet von einer sehr anstrengenden Trainingswoche, geprägt von intensiven Intervallen, beschränkte sich der Bundesligist darauf, den Ball in den eigenen Reihen zirkulieren zu lassen, auf ökonomische Art die Größe des Platzes auszunützen und risikolos nach vorne zu spielen.

Die Osttirol-Auswahl, die sich aus einem Mix von Rapid Lienz, Union Matrei i.O. und SV WR Nussdorf/Debant Spielern zusammensetzte, hielt aber auch ordentlich dagegen. Mit der Konsequenz,  dass Wacker Innsbruck in den ersten 25 Minuten kaum zwingende Torchancen herausspielte. Erst nach dem Führungstreffer zelebrierten die Wacker-Profis gefälligen, kreativen und temporeichen Fußball  und erzielten prompt zwei weitere Treffer, wobei besonders das 0:2 durch Perstaller in die Kategorie „wunderschön  herausgespielt“ eingeordnet werden kann.

Nach der Halbzeit ging der Spielrhythmus beider Mannschaften ein wenig verloren. Dafür gibt es eine logische Erklärung: Die vielen Spielerwechsel. Osttirols Auswahl versuchte mit viel Kampfgeist und schnellen Kontern zum Torabschluss zu kommen. So richtig unter Druck geriet die körperlich starke Viererkette von Wacker aber nie. Andererseits ließ auch die von Manuel Eder sehr gut organisierte Abwehr der Heimmannschaft keine torgefährlichen Situationen des Gegners zu.

Erst in der Endphase des Spieles war der zukünftige Torhüter von Rapid Lienz, Julian Weiskopf, gegen einen scharfen Schuss in das kurze Eck zum 0:4 chancenlos. Die typischen und charakteristischen Merkmale eines Spieles in der Vorbereitung waren aber unübersehbar:  Über weite Strecken kein hohes  Tempo, wenig Risiko, keine wirklich schnelle und aggressive Spielweise.

Trainer Walter Kogler aber relativiert auf eine durchaus plausible Art: „In dieser Phase einer Vorbereitung können nicht alle fußballerischen Attribute präsent sein. Es geht in erster Linie darum, dass sich meine Spieler noch einmal so richtig überwinden.“ Diese präsentierten sich auch nach dem Match von einer  professionellen Seite: Auf eine sehr kommunikative Art und Weise erfüllten sie gerne die vielen Wünsche der Osttiroler Autogrammjäger.

Osttirol Auswahl – Wacker Innsbruck 0:4 (0:3)

Tore: 0:1  Perstaller 25., 0:2   Perstaller 32., 0:3  Schreter 40., 0:4 Wernitznig 80.

Slideshow: Brunner Images (4), Expa/Feichter (2)

Matreis Lukas Brunner (l.) wird am Mittwoch gegen den Wacker-Matreier Lukas Kröfler auflaufen. Dann allerdings im Matrei-Trikot. Foto: Expa
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