Eva Wagner: Dialog von Fotografie und Malerei

Symbiosen aus Figuration und Abstraktion bis 17.9. in der Galerie Gaudens Pedit.


 

Eva Wagner: Beschäftigung mit Fotografie als Katalysator zwischen Realität und malerischem Akt.

Reisen, u.a. nach Indien, Paris, Dakar und Goa, sind für die in Wien lebende Malerin und Fotografin Eva Wagner längst zur unabdingbaren Inspirationsquelle geworden. Ihre vorwiegend großformatigen Werke entstehen aus dem harmonischen Zusammenspiel von auf Foto gebannten Momentaufnahmen des Alltags und der bildnerisch dichten Umsetzung auf Leinwand.

Ähnlich dem Durchblick durch eine Jalousie treten die zunächst fotografisch eingefangenen Figuren, die Wagner im Rahmen eines strukturierten Malprozesses wiedergibt, hinter einen skulptural gesetzten Schleier von abstrakten Farbschichten sowie horizontal und vertikal geronnenen Farbspuren. Die mystische Wirkung der Bilder entsteht durch die sensible kombinierte Anwendung mehrerer Techniken: Kreide, Gouache und Acryl.

Fast jedem Werk liegt ein Raster-System zugrunde, manchmal beginnt die Arbeit aber auch mit der Abstraktion und es werden im Verlauf des Prozesses realistische Versatzstücke eingefügt.

„Mich interessiert nicht die perfekt inszenierte Situation, sondern die kleine Geste, die man aus dem Augenwinkel im Vorbeigehen wahrnimmt“, so Eva Wagner über ihre Motive. Es sind unbedeutende, fast banale Begebenheiten, welche die Künstlerin wie Schnappschüsse einfängt und festhält. Der Wiedererkennungswert ist entsprechend groß.

Die Bilder mit feinfühligem Aufbau sind von einer sensiblen Farbigkeit, aber in sich monochrom. Der Betrachter der Gemälde ist gefordert, sich Gedanken über Raum und Zeit des Dargestellten zu machen.

Von 7. Juli bis 17. September 2011 sind 21 Exponate von Eva Wagner aus den Jahren 2007 bis 2011 in der Galerie Gaudens Pedit zu sehen.

Die Künstlerin mit einem Werk aus ihrer Serie "Defense", 2011.
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