Mühle: Abfallbeseitigung gestaltet sich aufwändig

Bis Ende nächster Woche dürften die stinkenden Getreidereste entfernt sein.

Ob aufgrund des Gestanks bereits im Sommer weitere Abbrucharbeiten durchgeführt werden dürfen, ist noch Thema von Besprechungen.

Am Montag, 4. Juli, wurde mit der Entsorgung des Abfalls in der alten Mühle begonnen, der in den vergangenen Wochen zu einem erheblichen Geruchsproblem insbesondere für die Anrainer der Messing- und Mühlgasse geworden war.

Es gehe zügig voran, die Arbeiten würden sich allerdings als sehr aufwändig erweisen, betonte Ludwig Mariacher von der mit den Abbrucharbeiten beauftragten Osttiroler Firma auf Nachfrage von Dolomitenstadt. „Unter schwierigen Bedingungen werden die Getreiderückstände derzeit händisch in Schubkarren geschaufelt und aus dem Gebäude gebracht“, so der Unternehmer. „Drei Arbeiter sind auf der Baustelle mit diesen mühsamen Maßnahmen beschäftigt, sie arbeiten sich im Gebäude von oben nach unten vor.“

Bis mit einer deutlichen Reduktion des Gestanks gerechnet werden kann, werden allerdings noch einige Tage ins Land ziehen. Denn das aus dem Turm entfernte Mehl wird derzeit noch auf dem Areal gesammelt, bis es durch die Firma Rossbacher fachgerecht entsorgt werden kann.

Mit den Arbeiten werde man, berichtet Mariacher, noch bis Ende nächster Woche zu tun haben, denn auch die Holzböden, zwischen denen sich die stark riechenden Getreidereste über viele Jahre gesammelt hatten, müssen abgetragen werden: „Ich bitte die Anrainer in der Zwischenzeit noch um Verständnis. Wir sind engagiert dabei und tun unser Möglichstes.“

Um den Gestank zur Gänze loszuwerden, müsste der Mittelturm bald abgerissen werden, da auch die Wände und Mauern betroffen seien. In Kürze werde sich, so der Unternehmer, entscheiden, ob dieser Abbruch bereits im Sommer erfolgen kann.“ Eigentlich war bis zum Herbst ein Baustopp angeordnet worden.

Bereits am kommenden Montag wird das Mühlenareal Thema einer weiteren Besprechung im kleinen Kreis sein. Bürgermeisterin Elisabeth Blanik: „Es findet eine Sitzung mit der Bezirkshauptfrau, dem Stadtbaumeister, Günther Bachmann von der Hobag, vermutlich auch Ludwig Mariacher und mir statt, in der weitere Schritte besprochen werden. Mich wundert es, dass die Mehlreste nicht schon viel früher entfernt wurden, in jener Zeit, als das Gewerbe eingestellt wurde.“

Foto: Brunner Images

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1 Posting bisher
Sportfun vor 6 Jahren

Warum haben wir das Problem mit dem Gestank, bei einer normalen Auftragsvergabe müßten der Schandfleck schon lange abgetragen sein. Viele Lienzer verstehen die Verzögerung nicht. Tagelang war Stillstand auf der Baustelle. Wer hat dies zu verantworten? Der Dumme ist der Lienzner Bürger. Aber es kommen ja wieder Wahlen.