Tag der Artenvielfalt in Kals

75 Botaniker und Zoologen aus fünf Staaten trafen sich zur Erforschung der Natur.

Ornithologen bei der Arbeit. Foto Andreas Rofner

Vom 8. bis 10. Juli 2011 wurde in der Nationalparkgemeinde Kals am Großglockner die biologische Vielfalt am Fuße von Österreichs höchsten Berg untersucht. Bei dieser Veranstaltung wurden über 1.300 Arten gefunden – und „Highlights“, biologische Besonderheiten, obendrein. Nach der Auswertung jener Arten, die vor Ort nicht bestimmt werden konnten, ist wohl eine Zahl von über 1.900 zu erwarten. Das ist erstaunlich viel für ein Gebiet in dieser Höhenlage.

So etwa gab es einen Erstnachweis für Osttirol. Das Alpenbreitschötchen (Braya alpina) war bisher in Österreich nur aus dem Bereich der Gamsgrube an der Pasterze bekannt. Die schöne kleine Blume aber blüht in unmittelbarer Nähe der Stüdlhütte.

Einzelne Botaniker hatten am Ende der Veranstaltung über 500 Arten im Notizblock. Die Forscher, welche sich um Kleinsttiere kümmern müssen ihre Funde erst auswerten. Auch hier sind noch Überraschungen möglich.

„Der Tag der Artenvielfalt ist ein wichtiges Instrument zur Inventarisierung der Hohen Tauern geworden. Es ist wichtig für uns, dass zahlreiche hochkompetente Wissenschaftler zu uns kommen und in konzentrierter Weise auf die Suche nach Tier- und Pflanzenarten gehen. So lernen wir unser Gebiet immer besser kennen. Und wenn wir in etwa zehn Jahren hier wieder einen Tag der Artenvielfalt haben, dann werden wir sehen was sich zwischenzeitlich im Artenspektrum verändert hat“, mein Nationalparkdirektor Hermann Stotter zur durchaus gelungenen Veranstaltung.

Die Wissenschaftler verlangen kein Geld, der Nationalpark zahlt lediglich für Unterkunft und Verpflegung.

Erstnachweis für Osttirol: Das Alpenbreitschötchen (Braya alpina) war bisher in Österreich nur aus dem Bereich der Gamsgrube an der Pasterze bekannt. Foto: Anke Oertel
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