Mühle: Weitere Planungen laufen auf Hochtouren

Einigung auf rasche Fortführung des Abbruchs. Vorbereitungen für Umleitung der B100.

Die Tage der verbliebenen Gebäudeanlagen am Mühlenareal sind gezählt. Bald fallen weitere Mauern.

Nach dem vorübergehenden Stillstand auf der Baustelle kam in letzter Zeit wieder Schwung in die Sache.

Das Baubezirksamt hatte ursprünglich verlangt, wegen des verstärkten  Verkehrsaufkommens in der Ferienzeit auf der B100 die Abbrucharbeiten auf dem Mühlenareal aus Sicherheitsgründen zu unterbrechen. Die intensiven Arbeiten werden nun jedoch konsequent fortgesetzt.

„Die Entkernungsmaßnahmen werden voraussichtlich noch bis Ende nächster Woche andauern“, so Ludwig Mariacher, dessen Unternehmen mit den Abbruchmaßnahmen beauftragt ist. „Die Genehmigung zur Fortsetzung der Arbeiten wurde nun erteilt, da der Abbruch möglichst rasch zu erfolgen hat.“

Bürgermeisterin Elisabeth Blanik hatte Druck gemacht, weitere Schritte zügig zu setzen. Nun einigten sich die Stadtgemeinde Lienz, die Bezirkshauptmannschaft und das Baubezirksamt auf die unmittelbare Fortführung des Abbruchs auch der restlichen Gebäudeanlagen.

Übernächste Woche, verrät Mariacher, werde mit dem Abbruch des Hauses, in dem die Merkur-Versicherung situiert war, begonnen. Das zweite der kleineren Gebäude, der Bau des ehemaligen Messingstüberls, bleibe hingegen als Staub- und Lärmschutz vorerst noch stehen.

Die Getreidereste, die sich in der Mühle befunden hatten, seien letzte und Anfang dieser Woche von der Firma Rossbacher entsorgt und damit weiteren Geruchsbelästigungen für die Anrainer Einhalt geboten worden. „Es gab jedoch keine Kadaver auf der Baustelle, wie vielfach behauptet wurde“, möchte Mariacher klarstellen.

Aktuell würden, so der Unternehmer, Vorbereitungen für die Umleitung der B100 laufen, derzeit erstelle die Abbruchfirma in Absprache mit Baubezirksamt und Stadt Lienz ein Konzept, das Anfang August auf dem Tisch liegen werde. In Planung befinde sich, so Mariacher, während der Bauphase etwa eine Umfahrung über den „Greiderer“-Parkplatz.

Eine Vorlaufzeit von drei bis vier Wochen bis zu einem möglichen Abriss müssten, erklärt Elisabeth Blanik, aufgrund des zeitlichen Aufwands einer Kraninstallation einkalkuliert werden. Der Bauschutt verbleibe derzeit auf dem Areal und soll später als provisorische Rampe dienen, um den Abtransport von Baumaterial mittels Bagger auch an höheren Stellen möglich zu machen.

Parallel zu den Planungen für weitere Abrissarbeiten laufen derzeit die Verhandlungen über den Bau des Einkaufscenters Lienz weiter.  Bereits in wenigen Tagen würden, so Blanik, die neuen Bebauungspläne vorliegen, über die der Lienzer Gemeinderat dann so rasch wie möglich zu entscheiden habe.

Foto: Brunner Images

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