Schadstoffbelastung in Tirol stieg

Dicke Luft in Tirol: Laut kürzlich erschienenen Bericht über die Luftgüte 2010 wurden die Schadstoffgrenzwerte im Vorjahr an den meisten der 15 Messstellen im Land überschritten.

Auch in Lienz war der Stickstoffdioxid(NO2)-Wert zu hoch.

Stickstoffdioxid (NO2) ist ein wichtiger Hinweis für die Luftgüte, vorrangiger Verursacher ist der Verkehr. Der zulässige Grenzwert für NO2 lag im Jahr 2010 bei 35 Mikrogramm (µg) pro Kubikmeter. An neun von 15 Tiroler Messstellen wurde der Jahresmittelwert überschritten, bei einer Messstation lag er genau bei 35 Mikrogramm. Im Jahr zuvor waren es noch zwei Überschreitungen weniger.

Über der festgelegten Obergrenze lag der Wert an der Inntalautobahn bei Imst, in der Imster Au, in Innsbruck – Andechsstraße und Fallmerayerstraße, an der Brennerautobahn in Mutters/Gärberbach, in Hall beim Sportplatz, an der Raststätte Vomp, in Vomp – An der Leiten, in Kundl und an der Amlacherkreuzung in Lienz.

Die Obergrenze für diesen Wert wird 2012 auf 30 Mikrogramm/Kubikmeter gesenkt werden. Würden diese Richtlinien schon heute gelten, wären Überschreitungen an elf Messstellen verzeichnet worden.

Beim Feinstaub wurde der Tagesgrenzwert von 50 μg/m3 gemäß IG-Luft zumindest an einem Tag des Jahres 2010 an allen Messstationen überschritten. Allerdings erlaubt das gesetzlich festgelegte Kriterium zum Schutz der menschlichen Gesundheit die 25-malige Überschreitung des Tagesgrenzwertes. An drei Messstellen wurden an mehr als 25 Tagen die Tagesmittelwerte nicht eingehalten: in Brixlegg (27 Tage), Innsbruck (29 Tage) und Hall (37 Tage).

In Lienz wurden die Tagesmittelwerte eingehalten. An der Amlacherkreuzung wurde der Tagesgrenzwert an 21 Tagen überschritten.

Insgesamt ist in Tirol eine Steigerung der allgemeinen Ozonimmissionen gegenüber dem Jahr 2009 feststellbar. In Bezug auf die Alarmschwelle (240 μg O3/m3 als Einstundenmittelwert) war im Jahr 2010 jedoch keine Überschreitung auszuweisen, bezüglich der Informationsschwelle (180 μg O3/m3 als diskreter Einstundenmittelwert) lagen die Ergebnisse von Innsbruck/Nordkette und Kufstein/Festung darüber. An der Messstelle Lienz/Tiefbrunnen wurden keine Zielwertüberschreitungen verzeichnet.

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