Lienz: Sparen mit neuer Straßenbeleuchtung

Handlungsbedarf: Zwei Drittel der über 1.700 Lichtpunkte sind veraltet und unwirtschaftlich.

Viele unterschiedliche Leuchten, kaum normgerechte Lampen in Lienz.

Die Stadtgemeinde ließ die aktuelle Straßenbeleuchtung von Lienz analysieren. Das Unternehmen von Hannes Kirchmair aus Innsbruck war mit der Gesamtbewertung beauftragt worden und legte nun die Ergebnisse auf den Tisch.

Bürgermeisterin Elisabeth Blanik gab in einem Pressegespräch Details bekannt.

46 Prozent der Leuchten in der Stadt sind älter als 20 Jahre (Tirolschnitt: 30 Prozent). Zwei Drittel aller Lampen weisen eine veraltete und unwirtschaftliche Technologie auf, für ein Drittel der Leuchten und jedes zehnte Tragwerk gilt kurzfristiger Handlungsbedarf. Bei 38 Prozent der Lichtpunkte handelt es sich um Quecksilberdampfleuchten, nur rund 1 Prozent sind LED-Lampen (Tirolschnitt: 4 Prozent).

Ab 2015 verbietet die EU aufgrund der damit verbundenen Umweltproblematik den Verkauf von Quecksilberdampflampen, die noch in vielen Tiroler Kommunen einen Gutteil der Straßenbeleuchtung ausmachen. Auch die derzeitige Beleuchtung in Lienz unterliegt damit einem baldigen technischen Erneuerungsbedarf.

Die Stromkosten für die Straßenbeleuchtung im Stadtgebiet belaufen sich pro Jahr
 auf rund € 120.000. Mit der Modernisierung und Nachtabsenkung der Lampen könnten 26 Prozent Einsparung erzielt werden.

Nun wird erhoben, welche Lösungen in Zukunft als Alternative zum Einsatz kommen und welche Ausleuchtung sinnvoll erscheint. Hannes Kirchmair, der auch die Typologie der Straßen erhoben hat, wurde mit der Erstellung eines Masterplans beauftragt, der kurzfristige Maßnahmen bis 2013 und langfristige Maßnahmen bis 2015 auflisten wird. Diese Grundlage für alle weiteren Schritte soll bis Herbst 2011 fertiggestellt sein. Die Modernisierung der Straßenbeleuchtung im Stadtgebiet soll dann etappenweise erfolgen.

Ein Posting verfassen

Sie müssen angemeldet sein, um ein Posting zu verfassen.
Anmelden oder Registrieren