Osttiroler Wald hat großes Potential

Schutzwaldanteil im Tirolvergleich hoch. Spitzenreiter bei Produktion von Biomasse.

V. l.: Martin Diemling (Bezirksstellenleiter BLK Lienz), Friedl Schneeberger (Obmann BLK Lienz), Anna Frank (Bezirksbäuerin), LK-Präsident Josef Hechenberger, LK-Direktor Richard Norz, Erich Lanz (Lanz Naturspiele), Hubert Sint (Leiter BFI Lienz).

Osttirol hat eine Gesamtwaldfläche von rund 64.400 Hektar, das entspricht einer Waldausstattung von 32 %. 78 % davon sind Schutzwald (50.400 Hektar), 23 % Ertragswald (38.400 Hektar). Der überwiegende Anteil ist Privatwald (53 %), 37 % sind in der Hand von Agrargemeinschaften und 10 % sind Gemeindewälder.

Zur Baumartenverteilung: 75 % Fichte, 18 % Lärche, 1,6 % Tanne, 1,1 % Kiefer, 1 % Zirbe, 4 % Latsche und Grün-Erle, die restlichen Bäume verteilen sich auf Buche, Ahorn und andere Laubhölzer. Die rund 3.150 Waldbetriebe des Bezirks verfügen über eine durchschnittliche Besitzgröße von rund 8.5 Hektar.

Landwirtschaftskammer-Präsident Josef Hechenberger besuchte kürzlich den Bezirk. Mit rund 1.400 Unternehmen und einem jährlichen Produktionswert von 1,3 Milliarden Euro würde die Forst- und Holzwirtschaft zu den stärksten Wirtschaftszweigen in Tirol zählen, betonte er. Die Forstwirtschaft habe für die Landwirte einen zunehmend hohen Stellenwert als Wirtschafts- und Einkommensgrundlage. „In der Produktion von Biomasse sind wir Spitzenreiter.“

Forstwirtschaft heiße, so der LK-Präsident, in Generationen denken. Von den 64.000 Hektar Wald im Bezirk habe der Schutzwald eine lebenswichtige Funktion inne. Mit 78 Prozent Schutzwaldanteil verfüge dieser über einen der höchsten Anteile aller Tiroler Bezirke und sei lebensnotwendig für den Schutz der Siedlungsräume.

„Großes Potential sehen wir vor allem im Privatwald, der mehr als die Hälfte der Osttiroler Waldfläche einnimmt“, erklärte Friedrich Schneeberger, Obmann der Bezirkslandwirtschaftskammer Lienz. „Wir müssen unsere Waldbesitzer weiter motivieren, an der permanenten Waldverjüngung zu arbeiten.“

Der Einschlag in den letzten Jahren betrug im Bezirk rund 200.000 Erntefestmeter.

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