Wildschwein im Matreier Goldried erlegt

Eine Woche lag Robert Köll Nacht für Nacht auf der Lauer.

„Ich war mir sicher, dass nur ein Wildschwein tischgroße Rasenflächen abschälen kann“, erklärt der Matreier Jäger, dem typische Rasenschäden ganz in der Nähe der Goldriedstation aufgefallen waren.

Wildschweine sind in Europa und Asien durchaus verbreitet, in Osttirol aber sehr selten, weil der Boden in Hochgebirgslagen im Winter gefriert und die Tiere deshalb nicht nach Nahrung wühlen können.

Der zwei Jahre alte Keiler war offenbar ein Einzelgänger auf der Durchreise. Das Matreier Goldried auf 2.150 Metern Seehöhe  war seine letzte Station. In der Nacht von Samstag auf Sonntag fiel der Schuss, mit dem ihn Robert Köll erlegte.

Ein Posting verfassen

Sie müssen angemeldet sein, um ein Posting zu verfassen.
Anmelden oder Registrieren

8 Postings bisher
Christof vor 6 Jahren

.....ach ja: den Matreier Waidmann! :D

Christof vor 6 Jahren

Man sollte gleiches mit gleichem vergleichen! Was hat der damals erlegte, schon geschützte Bär mit einem nicht geschützten, ganzjährig bejagbarem Wildschwein zu tun???

Boorberg vor 6 Jahren

Am Klaunzerberg wurde 1971 der letzte in freier Wildbahn lebende Braunbär Ost (Tirols) geschossen.. die Iseltaler sind wohl Spezialisten...

Christof vor 6 Jahren

Ach ja, Weidmanns Heil hab ich vergessen!

Christof vor 6 Jahren

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil (noch dazu kann man das Internet auch sinnvoll nutzen)

Kleiner Auszug aus Wikipedia gefällig? zum Thema Schäden: Große landwirtschaftliche Schäden treten vor allem dann auf, wenn Eichen und Buchen nicht ausreichend Frucht angesetzt haben und die Wildschweine daher bevorzugt auf den landwirtschaftlichen Feldfluren auf Nahrungssuche gehen. Dies ist der Hauptgrund, warum Wildschweine so stark bejagt wurden, dass sie in Teilen Europas über Jahrhunderte hinweg fehlten. Es wird vermutet, dass die schon in der Bronzezeit nachweisbaren Einzäunungen von Feldern den Versuch darstellten, Wildschweine aus den Feldern fernzuhalten.

Wildschweine fressen allerdings auch Insekten, die einen Teil ihrer Entwicklungszeit im Boden verbringen und andere Kleintiere. Die starke Wühltätigkeit dabei kann auch unter der Bodenfauna erhebliche Schäden verursachen, so etwa bei Eigelegen und Überwinterungsplätzen von Eidechsen.

zum Thema Krankheiten: Wildschweine gelten als ständiges Erregerreservoir und als Hauptüberträger der Schweinepest auf Hausschweinbestände. 2002 wurden noch 451 Fälle bei Wildschweinen in Deutschland gemeldet, was auch zu einem erhöhten Jagddruck führte. In den letzten Jahren ist die Befallssituation jedoch zurückgegangen.

Wildschweine sind Wirte für Trichinen. Aus diesem Grund muss Wildschweinfleisch vor der Verwertung einer Trichinenuntersuchung unterzogen werden. Positive Befunde sind sehr selten; die Untersuchung ist jedoch notwendig, da eine Erkrankung für den Menschen im Extremfall tödlich enden kann.

15 % der in Deutschland erlegten Wildschweine sind Träger des Hepatitis-E-Virus. Inwieweit eine Übertragung auf den Menschen erfolgt, ist noch ungeklärt.

Wildschweine auf der iberischen Halbinsel wurden als Träger des Tuberkulosebakteriums identifiziert.

UND WER JETZT NOCH DEN ABSCHUSS KRITISIERT, DEM FANG ICH EINES UND BRINGS IHM IN DEN GARTEN!!!

herbiemehre vor 6 Jahren

der jäger spinnt wohl ein bisschen.... da kann man einfach nur den kopfschütteln... einfach ein wildschwein zu erlegen... er sollte sich einmal mehr gedanken machen, wer zuerst hier war in osttirol!!?? Die wildschweine oder die menschen... die wildschweine sind noch lange keine plage bei uns und haben ihr gutes recht den lebensraum zu nutzen...

einfach nur eine dumme aktion!! dann sollte er nicht auch noch so blöd grinsen!!!

boarium vor 6 Jahren

Mir gefällt die Bildbezeichnung, wichtig zum Verständnis ;-)

brisbania vor 6 Jahren

müssen bei uns sofort alle "exotischen" tiere abgeschossen werden? er war ja nur auf der durchreise, wie es im artikel heißt. nur 2 jahre durfte das arme tier leben. die matreier schiessen sowieso gerne auf alles was "kroicht und floicht", sowie seinerzeit auf den armen bären z.b.