Nachhilfe: Der „Fleck“ muss weg

Rund 400 Schüler lernen in den Ferien, um eine Ehrenrunde zu vermeiden.

Bruchrechnen, Gleichungen lösen, Vokabeln pauken – das ist das Sommerprogamm für rund 400 Osttiroler Schüler. Während Alexanders Freunde ausschlafen und abends länger unterwegs sind, verbringt der 17-jährige HTL-Schüler den Vormittag mit Mathe Nachhilfe am BFI. „Ich finde zwei Stunden vergehen ganz schnell und am Nachmittag findet sich genug Zeit, um mit Freunden ins Schwimmbad zu gehen“, sagt Alex.

„Ein Nicht-Genügend im Zeugnis ist kein Grund, in Panik zu verfallen“, beruhigt Ingrid Wallensteiner, die das Lern- und Sprachenzentrum leitet. Die 16-jährige Elisabeth sieht die 15 Stunden Englisch-Nachhilfe während des Sommers nicht tragisch und ist sehr zuversichtlich, dass sie den „Nachzapf“ schafft. „Eigentlich mag ich Englisch und in der Hauptschule war ich vom Nicht-Genügend weit entfernt.“

Nicht nur die Sommernachhilfe boomt. Laut Gerd Pranter, Leiter des Lernstudios Lienz, gab es besonders während des Schuljahres 2010/2011 eine große Nachfrage an der effizienten Schulbegleitung. Die meisten seiner Schüler besuchen die HTL und benötigen Hilfe in den technischen Fächern wie Elektrotechnik.

Die Nachfrage und das Angebot an Nachhilfe ist in Osttirol ausreichend vorhanden, neben drei Lern-Instituten gibt es zahlreiche Lehrer und Studenten, die private Lernunterstützung anbieten. Erstmals finden auch am BFI Lienz drei Mathe-, zwei Englisch- und ein Italienisch-Nachhilfekurs statt. 56 Schüler nehmen den AK Sommerkurs in Anspruch.

Eltern geben im Schnitt rund 727 Euro pro Schuljahr für Zusatzlehrer aus, ermittelte eine Studie der AK Tirol. In Osttirol müssen Eltern zwischen 22 und 30 Euro pro Stunde auf den Tisch legen.

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