Keine Sozialwohnung ohne Deutschkenntnisse?

Elisabeth Blanik hält die neuerliche Forderung Gerald Hausers für diskriminierend.

Am Montag hatte FP-Klubobmann Gerald Hauser erneut einen Sprachtest für Sozialwohnungswerber in Tirol gefordert.

Ein Antrag der FPÖ zur Vergabe nur gegen Nachweis von Deutschkenntnissen war im Landtag abgelehnt worden.

In Vorarlberg haben Wohnungswerber nach einem neuen, umstrittenen Modell ein Jahr Zeit, sich Deutschkenntnisse anzueignen. Hauser geht noch einen Schritt weiter, wenn er die Durchführung eines Tests noch vor dem Stellen eines Ansuchens fordert.

Die Lienzer Bürgermeisterin LA Elisabeth Blanik, Obfrau des Wohnungsausschusses, zu Hausers erneutem Vorstoß: „Im Bezirk ist es aufgrund der niedrigen Ausländerquote kein großes Thema. Aber ich halte die Forderung für diskriminierend, bin für Integration statt Ausgrenzung.“ Die Probleme hätten nicht viel mit Sprache, sondern mit unterschiedlichen Arten zu leben zu tun.

„Österreichweit, vor allem in Wien und Innsbruck, wird versucht, hier neue Wege zu gehen“, so Blanik. „Man setzt auf die Stärkung der Position des Hausmeisters. Dieser betreut die Leute der Siedlungen vor Ort, ist Ansprechpartner und achtet darauf, dass Spielregeln, die für das Zusammenleben notwendig sind, eingehalten werden. In Lienz übernimmt vielfach auch die Stadtgemeinde diese Rolle.“

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