Realisierung des Tierheims in greifbarer Nähe

Stadtrat sagt „Ja“ zu Widmung, fordert aber bauliches und Betriebs-Konzept.

Die Chippflicht bei Hunden brachte Verbesserungen, aufgefundene Vierbeiner werden von den Tierschützern den Besitzern zurückgebracht.

Der Kampf gegen die Windmühlen scheint ein baldiges Ende zu finden. Die heimischen Tierschützer sind der Realisierung ihres jahrelangen Wunsches, der Errichtung eines Tierheimes, einen wichtigen Schritt näher.

Der Stadtrat gab – unter bestimmten Auflagen – am Dienstag das Ok zur Widmung. Ein bauliches und Betriebskonzept muss auf den Tisch gelegt werden.

Für die Tierfreunde ein Grund zum Aufatmen, denn die Situation ist mittlerweile unerträglich.

„Es vergeht kein Tag, an dem wir nicht eine Meldung erhalten“, erzählt Maria Eriksson vom Osttiroler Tierschutzverein, die wie einige weitere Mithelfer auch selbst immer wieder Katzen in ihren eigenen vier Wänden aufnimmt. Auch Hasen und Meerschweinchen finden in den Privatwohnungen der engagierten Gruppe schon mal eine vorübergehende Bleibe.

Eriksson: „Derzeit werden von vier Frauen rund 35 Katzen betreut. Hunde werden, wenn sie gechipt sind, von den Tierfreunden zum Besitzer zurückgebracht.“ Fehlt der Chip, werde ein passender Pflegeplatz gesucht.

Die Planung des neuen Tierheimes, das in der Pfister auf dem Areal gegenüber dem Jägerheim entstehen soll, steht. Derzeit wohne im Gebäude auf der mittleren Parzelle des Grundstückes noch ein älterer Herr, der aber in das Wohn- und Pflegeheim übersiedeln möchte, erklärte Bürgermeisterin Elisabeth Blanik gestern in einem Pressegespräch. Man sei bemüht, möglichst rasch eine neue Bleibe für den Mann zu finden.

Der Tierschutzverein möchte ein  Fertigteilhaus errichten und nur als Übergangslösung einen Container aufstellen. Über die Form der Betreuung wird noch diskutiert, Personal muss gefunden werden.

Die Stadt stellt den Grund zur Verfügung und unterstützt den Tierschutzverein mit einer Jahressubvention von 6000 Euro. „Tierschutz ist allerdings Aufgabe aller Gemeinden im Bezirk“, betonte Blanik, die auf eine finanzielle Unterstützung möglichst vieler Osttiroler Kommunen hofft.

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1 Posting bisher
brisbania vor 6 Jahren

ist ja wirklich allerhöchste zeit!! schande für den bezirk lienz und ganz osttirol! ich hoffe, es dauert nicht wieder jahre, bis dies realisiert wird, wie so manches andere!!!!