Osttiroler wagten das Abenteuer Kilimanjaro

Am 15. August stand die ambitionierte Bergmannschaft auf dem „Dach“ Afrikas.

Am 15. August war der höchste Punkt Afrikas erreicht. Robert Schupfer (2. von links) konnte doppelt feiern, er wurde an diesem Tag 60 Jahre alt.

Der Kilimanjaro (Swahili: „Berg des bösen Geistes“) im Nordosten von Tansania, dessen Gipfel im Jahr 1889 erstmals erklommen wurde, ist mit 5.895 m das höchste Bergmassiv des afrikanischen Kontinents.

Fünf Osttiroler flogen am 9. August von München Richtung Süden, um sich der besonderen bergsteigerischen Herausforderung zu stellen. Mit dabei: Robert Schupfer, Hansl Wibmer, Hermann Niederegger, Robert Leiter und Sepp Bachmann. Der Gruppe angeschlossen hatte sich auch der Münchner Andi Walter. Mit im Gepäck: eine “Quetsch'n“ zum Musizieren, die natürlich mit hinauf auf den Berg musste.

Vom Kilimanjaro Airport ging es in die Kleinstadt Moshi, wo letzte Trekking-Vorbereitungen getroffen wurden. Am Tag 3 startete das gut gelaunte Sextett das Abenteuer Kilimanjaro. Gewählt worden war die Machame Route, die mit ihren spektakulären Aussichten die lohnenswerteste ist. Sie gilt allerdings als konditionell fordernder, da steilere Passagen zu meistern und am Gipfeltag mehr Höhenmeter zu überwinden sind. Genächtigt wurde ab sofort ausschließlich in Zelten.

Während die Osttiroler und der Münchner bei der ersten Etappe in dichten Bergregenwald mit Urwaldbäumen, Farnen und Lianen eintauchten, wurde es am nächsten Tag steiniger und die Landschaft offener, sodass schon bald die Gipfelregion zu sehen war.

Die nächste Tagesetappe trug zur Akklimatisation der Gruppe bei, da nach der Wanderung zum Lava Tower auf 4.640 m Seehöhe ein Abstieg um fast 700 Höhenmeter in das wahrscheinlich schönste Lager, das Barranco Camp, erfolgte.

Nach einer Wanderung über mehrere Bergrücken am Folgetag stand am 15. August die mit Spannung erwartete Gipfelbesteigung bevor. Der Aufstieg startete für die Osttiroler um Mitternacht, nach einigen Stunden wurde mit dem Stella Point in 5.730 m der Kraterrand des Kilimanjaro erreicht, von wo aus die Bergmannschaft bis zum Uhuru Peak, dem höchsten Punkt Afrikas, gelangte.

Robert Schupfer konnte in 5.895 m Seehöhe auf dem „Dach“ des Kontinents nicht nur den Gipfelsieg, sondern auch seinen 60. Geburtstag feiern – bei einer Temperatur von minus 15 Grad, beim Routenstart war es noch plus 26 Grad gewesen.

Der Abstieg verlief fast auf derselben Route wie der Aufstieg, ein Camp wurde von den Osttirolern sogar „übersprungen“ und an diesem Tag gleich um 1500 Höhenmeter mehr zurückgelegt als geplant. Nach entspannenden Stunden nach der anstrengenden Trekkingtour in Moshi und einem Besuch des berühmten Ngorongoro-Kraters ging es für die Osttiroler und ihren Münchner Freund zum wohlverdienten dreitägigen Badeaufenthalt an die Nordküste Sansibars.

Am 22. August landete die sechsköpfige Gruppe mit jeder Menge neuen Eindrücken und Abenteuern im Gepäck auf dem Münchner Flughafen.

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