Grandhotel ist säumig bei Kanalgebühren

17.900 Euro sind noch offen. Stadtrat will mit Eigentümern verhandeln.

Keine Brücke, also auch keine Kanalanschlussgebühr? Der Stadtrat will mit den Eigentümern des Grandhotels verhandeln.

Das Grandhotel Lienz schuldet der Stadt 17.900 Euro Anschlussgebühren für den Kanal. Eine entsprechende Forderung des Wasserwerkes wurde bislang nicht beglichen. Das war einer Anfrage von LSL-Gemeinderat Uwe Ladstädter in der Lienzer Gemeinderatssitzung vom 6. September zu entnehmen. Begründet wird die Zahlungsverweigerung von den Eigentümern der 5-Sterne-Herberge mit dem nicht eingelösten Versprechen der Stadt, einen Steg vom Hotel über die Isel zum Barbarahof zu bauen.

Uwe Ladstädter, LSL-Urgestein im Lienzer Gemeinderat. Foto: Brunner

Ladstädter beklagte, dass die Planungen für diesen Steg vergeben und mit 30.000 Euro bezahlt wurden, obwohl man mit den Grundeigentümern auf der anderen Iselseite nicht einig war. Dem hielt Bauausschuss-Obmann Stephan Tagger entgegen, dass sich erst bei der Detailplanung die Notwendigkeit einer Verlegung des Brückenkopfes in Richtung Westen, also flussaufwärts ergeben hätte. Dadurch sei das Bauwerk – das damals auch mit den Stimmen der LSL beschlossen wurde – nicht mehr sinnvoll gewesen.

Wann und wie viel das Grandhotel Lienz jetzt Gebühren zahlen muss, will laut Auskunft von Bürgermeisterin Elisabeth Blanik jetzt der Stadtrat in direkten Gesprächen mit der Eigentümerfamilie Westreicher klären.

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5 Postings bisher
anton2009 vor 6 Jahren

Liebe(r) Pflanzerl! Geredet wird vor einer Wahl immer viel (Geschwätz)! Gibt es eine schriftliche Zusage unseres damaligen Bürgermeisters? (Alte Volksweisheit: "Das Wort vergeht, die Schrift besteht!") Und direkt zur Innenstadt würde auch ein Steg gehen; dieser ginge gerade aus in den Hofgarten und dann weiter zu Mc Donalds - das die Gäste des Grand-Hotels sicher ganz schnell erreichen wollen! Ein schräger Steg vom Hotel zum BORG würde zu viel kosten!

Pflanzerl vor 6 Jahren

Also da machen es sich einige zu einfach. Nun hat die Wahrheit in Osttirol ja traditionsgemäß einen eher subjektiven Charakter - oder auf deutsch: Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern bzw. meine Versprechungen von gestern. Für einen Hotelbetrieb ist es schon ein großer Unterschied, ob eine direkte Fußgängerverbindung zur Innenstadt besteht oder nicht. Diese war versprochen und war ggf. mit ein Grund für die Investition. Hinterher zu sagen "Pech gehabt" reicht sicher nicht. Und auch die Stadt könnte hier auf Schadenersatz verklagt werden und zwar in wesentlich höherer Summe als die strittige Kanalgebühr. Ich kann die Eigentümerfamilie durchaus verstehen und würde auch nicht zahlen.

anton2009 vor 6 Jahren

Hier wurde leider zu viel versprochen! Ein Versprechen das nicht notwendig war. Wozu auch einen Steg und noch dazu in einen fremden Grund (Hofgarten)? Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Stadt Lienz erpressbar ist! Notfalls kann man ja die ausstehenden Gebühren durch Gerichtsbeschluss eintreiben. Und das wollen die Betreiber sicher nicht!

defregger vor 6 Jahren

so ist es richtig!

wer etwas verspricht und nicht hält, sollte damit rechnen, dass sein gegenüber auch über möglichkeiten nachdenkt,das versprechen einzulösen, notfalls mit etwas druck.

auch denke ich, dass ein hotel dieser größen+klassenordung der stadt lienz gut zu gesicht steht. herzlichst df

30055 vor 6 Jahren

Ja dann machen wir alle das in Zukunft so, wir zahlen auch nichts mehr.... die Nordschule wurde ja auch voll toll NICHT umgebaut. nur 30000 für die Planung? wen wunderts das ist ja grad mehr als ein durchschnittlicher Jahresgehalt. In Zukunft muss die Stadt oder der Stadtrat mit jedem einzelnen kleinen Bürger in direkten Gesprächen versuchen das Geld zu bekommen. ja daswäre Toll