Messinggasse wird 100 Tage runderneuert

Schön für's Auge, gefährlich für die Stöckel der Bürgermeisterin.

Am 14. oder 15. September beginnt an der Ecke Kreuzgasse die Neugestaltung der Messinggasse. In ca. 100 Tagen will Bauplaner Arnold Bodner am Ziel sein, das auf der Höhe des Manfredahauses an der Einmündung der Andreas Hofer-Straße liegt.

Mit dem weiteren Ausbau bis zur Kreuzung Deferegger-Straße vor der städtischen Musikschule will man warten. Vis á vis soll mit dem Kaufhaus Lienz – vormals M99 – ein großer Einkaufstempel entstehen. Die Bauarbeiten würden dem neuen Straßenbelag nicht gut tun. Außerdem wollen sich die Planer noch Gedanken über die technische und ästhetische Schnittstelle zwischen alter Gasse und neuem EKZ machen.

Optisch wird der neue Belag der Messinggasse weitgehend jenem in der Rosengasse gleichen. Auch die Verkehrsregelung wird angeglichen. Verlegt wird der gleiche rostrote Porphyr, ebenfalls mit einer Rinne in der MItte, die nur im Bereich des Il Gelato ausgesetzt wird, um hier gestalterisch die Anmutung eines Platzes zu erzielen.

Etwa auf halber Höhe wird dort, wo heute schon ein kleiner Brunnen steht, ein Grünelement mit Sitzbänken platziert. Bei der Planung wurde Bedacht auf alle Funktionen der Straße genommen, also auf die Bedürfnisse des Stadtmarktes, der Gastgarten-Inhaber und der diversen Events, die in der Messinggasse für Belebung sorgen.

„Die Messinggassler haben sehr lange warten müssen, ich bin froh, dass es jetzt endlich los geht“ betonte Bürgermeisterin Elisabeth Blanik bei der Präsentation des Vorhabens im Gemeinderat, der die projektierten Kosten von 650.000 Euro einstimmig absegnete. 521.768 Euro machen allein die Bauarbeiten aus, durchgeführt von der Alpine Bau als Bestbieter.

Ursprünglich hätte die Sanierung und Neugestaltung des Messinggasse deutlich günstiger sein sollen, allerdings hat sich seit der ersten Planung allerhand verteuert, unter anderem der Porphyr, der noch vor drei Jahren um 30% günstiger war.

Die Platten werden fließend, ohne fixe Fuge verlegt und so eng wie möglich aneinander platziert, damit sich in den Ritzen möglichst wenig Unrat sammelt. „In mancher dieser Fugen findet man auch meine Stöckel“, fand die Bürgermeisterin einen Wermutstropfen in dem ansonsten von allen Fraktionen gelobten Projekt. Nachdem sich ein Schuster in der Gasse befindet, entsteht möglicherweise eine wirtschaftliche Synergie.

Apropos Wirtschaft: Stadtmarketingchef Oskar Januschke hat die Messinggassler wie weiland die Kaufleute und Wirte der Rosengasse zu einem engagierten Verein zusammengeschweißt und eine ganze Reihe von Marketingmaßnahmen geplant, die auch während der Bauphase für Frequenz sorgen sollen. Wenn dann, kurz vor Weihnachten, die Messinggasse in ganz neuem, rötlichem Glanz erstrahlt, „sollte auch diese Adresse zu einer A-Lage in der Oberen Altstadt werden“, erklärte Januschke.

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