Birgit Musshauser Ausstellung „LOVE|ABLE“

Die Künstlerin präsentiert erstmals in Lienz Werke, die sie für sich selbst sprechen lässt.

"dear Robin Rose: Rot in Rapist hell": Acryl, Seide und Spitze, 120 X 100 cm, Sommer 2011.

1980 in Lienz geboren, absolvierte Birgit Musshauser das Studium der Malerei und Grafik an der Akademie für bildende Künste bei Gunter Damisch in Wien. 2002 wechselte sie nach London, wo sie ihre Ausbildung am Croydon College abschloss und als Professorin zu arbeiten begann.

Birgit Musshauser zeigt mit LOVE|ABLE "die Fähigkeit zu lieben, dabei aber auch liebenswert zu sein". Foto: www.christianjungwirth.com

Im Jahr 2008 kehrte die Osttirolerin in ihre Heimat zurück, wo sie die künstlerische Auseinandersetzung mit kontroversiellen Themenkreisen konsequent fortsetzte. „Ich male was mich beschäftigt, und nicht, weil ich etwas beweisen will“, so Musshauser, für die künstlerische Arbeit eine Art innerer Zwang, etwas darzustellen, ein positives Ventil ist. „Ich bin ich, wenn ich malen kann.“

Die Sprache ist für die Künstlerin von großer Bedeutung, der Titel ebenso wichtig wie das Motiv des Werks selbst. Immer wieder tritt in ihren Gemälden der Schmetterling in Erscheinung, der, wie die Künstlerin betont, viel über sie und ihr Leben aussagt.

Ihre Werke, die auf Basis von Fotos zustande kommen und für welche verschiedenste Techniken angewandt werden, beschreibt Musshauser nicht. „Die Kunst soll für sich selbst sprechen“, so die Lienzerin zu ihren naturalistischen Nahaufnahmen.

Nun findet die österreichweit erste Ausstellung der jungen Osttirolerin in den Büroräumen der EFM-Versicherungsmakler-Kanzlei und des RE/MAX Invest Immobilienbüro im Dolomitencenter, Außenstiege, 1. Stock, statt. Zu sehen sind 16 großformatige, provokante und Erkenntnis evozierende Bild- und Installationsarbeiten aus den Jahren 2006 bis zur Gegenwart, darunter auch eine Trilogie.

Die Gemälde und installativen Arrangements sind von 22. September bis 6. Oktober ausgestellt.

„Die zentrale Aussage der Ausstellung berührt die Diskrepanz zwischen ästhetisierter weiblicher Körperpräferenz und deren fremdbestimmte Entblößung und Erniedrigung durch Außenstehende“, so die Kunsthistorikerin Eleonora Bliem-Scolari zur bevorstehenden Ausstellung Musshausers mit dem Titel „LOVE|ABLE“.

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