Susanne Idl-Arakelian verlässt die Politik

Lienzer Gemeinderätin legt alle Ämter nieder.

Die persönliche Entscheidung fiel bereits vor einiger Zeit, nun ist es offiziell: Die Gemeinderätin der VP-Lienz und Kulturreferentin Susanne Idl-Arakelian wendet mit sofortiger Wirkung der Politik den Rücken zu.

Nach eineinhalb Jahren des Engagements, das Kulturangebot der Stadt noch attraktiver zu gestalten und auszubauen, macht sie nun – für viele überraschend – den Weg für ihre Nachfolge frei.

Die scheidende Politikerin, deren Funktionen nun in neue Hände gelegt werden, nennt ausschließlich persönliche Gründe für ihren wohlüberlegten Schritt. Auf Details wollte sie auf Nachfrage von Dolomitenstadt nicht näher eingehen.

Kultur bedeute für sie Vielfalt und Austausch, ist stets in Bewegung. Ihr Einsatz sei für sie nicht nur Pflicht, sondern ein ganz persönliches Anliegen gewesen. Idl-Arakelian, die seit 12 Jahren beruflich im BKH Lienz tätig ist und ebendort 2001 die Leitung der Sekretariatsbereiche in den chirurgischen Fächern übernahm, widmete sich nicht nur dem Thema Kultur mit seinen zahlreichen sozialen und ökonomischen Verbindungen, sondern zeigte sich auch stets bemüht, den Austausch mit den Künstlern zu suchen. „Das verbindet und baut Brücken.“

Susanne Idl-Arakelian sprach sich in ihrer Amtszeit vehement gegen Kürzungen des Kulturbudgets aus. Sie positionierte sich klar für die Freiheit der Kunst und forderte – etwa anlässlich des „Kunstskandals“ um Peter Raneburger – sich mit ihr „auseinanderzusetzen, anstatt sie bloß zu verwerfen“.

Lienz könne stolz sein auf das breite Kulturangebot und die Vielzahl an engagierten Menschen. „Für mich war es eine große Verantwortung, ein wichtiger Auftrag und ein persönliches Geschenk, die Agenden der Kulturreferentin wahrnehmen zu dürfen“, betont Idl-Arakelian, die trotz ihres Rückzuges ein politisch denkender Mensch bleiben will und wird.

In einer Aussendung bedankt sie sich bei all jenen, die sie in ihrer Funktion als Kulturreferentin unterstützt haben. Sie freue sich darauf, so die Lienzerin, sich weiterhin gemeinsam mit anderen aktiv daran zu beteiligen, die Stadt lebenswert zu gestalten. Denn der Gestaltungsauftrag, zeigt sich Idl-Arakelian überzeugt, werde auch zunehmend von Menschen außerhalb der Parteipolitik wahrgenommen.

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