Sportpass wird teurer, Zuschuss höher

Der Beitrag für Kinder und Jugendliche steigt von 78 auf 90 Euro.

Foto: Martin Lugger

Die Lienzer Bergbahnen erhöhen ab 1. November die Tarife für den „Sportpass“, der 360 Tage gilt und auch zum Eintritt in die Schwimmbäder und in Ausstellungen des Schloss Bruck berechtigt. Die Tabelle zeigt den Preisanstieg in einzelnen Kategorien.

Beschlossen wurde die Preiserhöhung, die erste seit vier Jahren, im sogenannten Tarifbeirat der Bergbahnen, in dem mit Meinhard Pargger (VP), Siegfried Schatz (SP) und Reinhard Tiefenbacher (VP) auch Mitglieder des Lienzer Gemeinderates sitzen.

Lienz ist mit einem Aktienanteil von 47% fast zur Hälfte Eigentümer der Liftgesellschaft. Zweiter Großaktionär ist der Tourismusverein Lienzer Talboden, dessen Aktienpaket demnächst in den TVB Osttirol wandert. Rund drei Viertel der Ticketerlöse bleiben bei den Bergbahnen (76%), 24% fließen in die Stadtkasse.

Die Preissteigerung falle weit moderater aus, als von Bergbahnenchef Klaus Hofstätter gefordert, erklärte Meinhard Pargger stellvertretend für den Beirat. Nach vier Jahren müsse einerseits die Indexsteigerung von mehr als 9% abgegolten und andererseits die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens verbessert werden.

Um den Preissprung vor allem für Familien abzufedern, erhöht die Stadt den Zuschuss für Kinder, Schüler und Studenten von derzeit 78 auf künftig 90 Euro pro Sportpass. Studenten dürfen allerdings nicht älter als 24 Jahre sein. Die ermäßigte Seniorenkarte erhalten künftig nur noch Männer und Frauen, die älter als 65 sind.

Im Jahr 2010 wurden 2.176 Sportpässe verkauft, davon gut 1000 Stück an Kinder und Jugendliche. Im Gemeinderat stimmten neben den Vertretern der VP auch Bürgermeisterin Elisabeth Blanik und Siegfried Schatz, beide SP, der Erhöhung zu.

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2 Postings bisher
anton2009 vor 6 Jahren

Vielen Dank für die Erhöhung! Als Familenvater muss ich mir jetzt überlegen, ob ich mir für alle (4) noch einen Sportpass leisten kann. Sollen jetzt die Sportpass-Käufer für das Miss-Management bei der Errichtung des Osttirodlers herhalten. Wären die geplanten Baukosten eingehalten worden, wäre eine Preiserhöhung von 9 % sicher nicht notwendig! Dass Blanik diesem Unsinn als Sozialdemokratien, die sich besonders für Familien stark macht, zustimmt finde ich einfach untragbar. Vielleicht kann man dem Geschäftsführer für die nächste Besucherehrung (siehe Foto auf dolimitenstadt.at) wenigstens eine lange Hose kaufen?

hoidanoi vor 6 Jahren

Mehtamathematik ist nicht nur eine Eigenart der Hohen Tauern - Paradoxes wird auch im Talboden mit großer Freude geliefert. Da fordert ein Geschäftsführer eine Preissteigerung, die wirtschaftlich sein soll, die das von MP erwähnte Einer- und Andererseits abdecken soll, weil der Gast fehlt, der den eigentlichen Ertrag garantiert. Aber weil die Stadt-Bergbahnen ein Steckenpferd der Investoren sind, die öffentliches Geld investierten, um quasi-privat über den Tourismusverein lenkend einzugreifen, darf der Geschäftsführer nicht, wie er will und soll, sonderen er soll wollen, was beirätlich gefordert wird, von Gemeinderäten, die teils auch Aufsichträte und Aktienhalter und Tourismusvereinmitglieder in Personalunion sind. Von denen einer sich einmal auf die Suche nach Verantwortlichen begeben wollte. Die Resultate seiner Suche sind bis dato unbekannt. Seine Rechenkünste hingegen sind offensichtlich. Der Geschäftsführer versteht zu rechnen und jetzt unter Umständen die Welt nicht mehr.