Weltcupzirkus wirft seine Schatten voraus

Organisation für Rennen und Rahmenprogramm in Lienz steht.

250 Personen werkeln entlang der Weltcupstrecke, damit alles klappt. Im Bild Rennleiter Sigi Vergeiner. Foto: Brunner Images

Zumindest vier Damen-Weltcuprennen wird der Lienzer Schlossberg noch erleben. Einen Riesentorlauf am 28. Dezember und einen Slalom am 29. Dezember dieses Jahres, sowie eine Neuauflage beider Bewerbe in zwei Jahren.

Der Rennkalender der FIS wird nämlich vorausschauend erstellt, Lienz ist deshalb bis 2013 fix gebucht. Danach wird wohl wieder über die Kosten-Nutzen-Rechnung für den Tourismus diskutiert werden. 90.000 Euro werden an den ÖSV überwiesen, 45.000 pro Rennsaison.

Das war aber nicht Hauptthema der ersten Pressekonferenz des Organisationsteams rund um Rennleiter Sigi Vergeiner und Vizebürgermeister Charly Kashofer, der für das Rahmenprogramm verantwortlich zeichnet. Vielmehr ging's um technische Details der Strecke, Organisation und Rahmenprogramm. Der Slalomstart wird etwas nach unten verlegt, um FIS-Normen besser zu entsprechen, der Riesentorlauf auf einem der schwierigsten Hänge der Saison bleibt 1200 Meter lang.

16 Fernsehstationen werden kommen, ORF und ARD mit Kompaniestärke. Die Tribüne im Ziel wird 2000 Personen Platz bieten, mit rund 5000 Besuchern insgesamt rechnen die Organisatoren pro Rennen. Bergbahnenchef Klaus Hofstätter erklärte, dass aus Sicherheitsgründen die unterste Sektion des Hochsteins von 27. bis 29. Dezember für Hobbyskiläufer gesperrt bleiben muss, in den oberen beiden Sektionen ist, Schnee vorausgesetzt, Normalbetrieb.

Zählt man Betreuer, Journalisten, Trainer, Masseure und Läuferinnen zusammen, dann kommen insgesamt 900 Weltcup-Aktivisten nach Lienz, 250 Leute werkeln pro Renntag an der Strecke, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.

Vizebürgermeister Charly Kashofer hat Spielzeug mitgebracht und erklärt das Rahmenprogramm. Auf der Kletterwand sind gut diverse Skirennläuferinnen zu erkennen.

Um auf eines der Highlights im Rahmenprogramm hinzuweisen, hatte Charly Kashofer eine Mini-Kletterwand im Gepäck. Neben Harry Prünster, Marc Picher, Drumartic, Hannes Lindsberger, hübschen Weltcup-Girls und anderen Publikumslieblingen soll nämlich eine Kletterwand vor der Liebburg eine dramaturgische Hauptrolle im abendlichen Eventprogramm auf dem Lienzer Hauptplatz spielen. Sowohl bei der Startnummernauslosung als auch bei der Siegerehrung werden die Läuferinnen nämlich auch zu Kraxlerinnen werden!

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2 Postings bisher
DimebagDarell vor 5 Jahren

Warum immer nur sparen???

Um zu etwas zu kommen, muss auch mal investiert werden. Und eine Sportstadt wie Lienz sollte auf eine der Top-Attraktionen wie den Weltcup nicht verzichten - € 45000 / Weltcupwochenende sollte man sich auf alle Fälle leisten!! Lienz und die Umgebung ist dadurch in zahreichen Ländern im TV präsent!! Lienz ist Sportstadt und sollte dies auch bleiben!!

Dieses ewige vernadern nervt langsam. Für die wirds auch dann, wenn, wie oben angesprochen, Hallenbad und Nordschule realisiert sind, viel zu jammern geben.. Da passt mir dies nicht, da passt mir das nicht.

Auch mal über den Tellerrand hinausblicken wäre angesagt!

anton2009 vor 5 Jahren

Wie lange können wir uns diesen WC noch leisten? Bringen wir die Betten in den Weihnachtsfeiertagen ohne WC nicht voll? In anderen Orten (außer Semmering) gibt es um diese Zeit keine WC-Rennen! Die vielbejubelte Werbewirksamkeit ist leider nicht gegeben. Sparen wir uns diese € 90.000,-- und sparen wir für eine neues Hallenbad und eine neue Nordschule! Das wäre die Aufgabe unserer Gemeindeführung und nicht das Sponsoring einiger fanatischer SCL-Mitglieder!