Adventkalender Lienz: Das fünfte Fenster

Franka Wurzer: „Tableaux de femmes 2007“ – Tiefdruck, Auflage 1/5

Seit dem 1. Dezember stellt Dolomitenstadt.at kurz nach der offiziellen Öffnung eines Adventfensters an der Liebburg in Lienz das jeweilige Bild und den Künstler bzw. die Künstlerin vor. Hier geht’s zur Übersicht. Die Originalbilder dieses Kunstkalenders werden in einer Sonderausstellung präsentiert und im Jänner 2012 für einen guten Zweck verlost.

Franka Wurzer

Über die Künstlerin:

1980 geboren in Villach.

1999 Matura – HBLA Lienz

2003 – 08 Studentin am Mozarteum Salzburg, Bildnerische Erziehung (Grafik bei O. Univ. Prof. Herbert Stejskal) und Textiles Gestalten (bei Univ. Prof. Mag. Christa Pichler-Satzger)

2008 Postgraduate Studium an der Academy of Fine Arts in Ljubljana/Slowenien bei Prof. Lojze Logar

Gedanken zum Bild:

„Der Tisch stammt aus einer Serie von Möbelstücken denen ich in einen Radierzyklus widmete.
Seitdem ich in einer Buchhandlung ein Sammelwerk über die Geschichte der Möbel entdeckte, lassen mich die Möbel nicht mehr los und ich versuche sie als Thema in meine künstlerische Arbeit einzubinden. Antike Möbelstücke überdauern uns viele Generationen, werden vererbt, weitergereicht und sind voller Geschichte und Erinnerungen ihrer Besitzer. Als Erinnerungsträger fungieren sie auch in meiner grafischen Arbeit. Sie stehen stellvertretend für das Leben einer oder mehrerer Menschen die sie täglich verwendeten. Die Auflage der Arbeiten ist gering. So drucke ich höchstens fünf Exemplare der Möbelstücke oder ich verändere sie durch das Verschieben von den Einzelplatten so, dass die Drucke zu Einzelarbeiten werden.

Der Tisch „Tableaux de femmes“ steht als Symbolträger der Frauenbilder, aus denen er konstruiert ist und die ihn tragen. Fotografien von Frauen die aus der Familiensammlung stammen und die mir aus Erzählungen meines Großvaters erklärt wurden bilden den Unterbau des Tisches. Teils sind es Bilder von Frauen die ich auf Flohmärkten fand, und deren Bilder mich ästhetisch ansprachen.

Der Tisch steht als Objekt der Erinnerungsträger und war der Ausgangspunkt für meine dreidimensionalen Grafiken, die sich von der Wand ablösen und die Grafik in eine neue Rezeption führen sollen.“

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