Eiskletterunfall an der Hochstadl-Nordwand

Ein 24-Jähriger und ein 31-Jähriger aus dem Bezirk Lienz, beide erfahrene Eiskletterer, gingen am 19. Dezember vormittags von Lavant zum Einstieg der Hochstadl-Nordwand in den Lienzer Dolomiten auf 1580 m Seehöhe.

Im Bereich des Einstiegs zur Nordwand bleibt über den Sommer immer Schnee von abgehenden Lawinen aus der Nordwand liegen.

Dieser gepresste Schnee friert wieder und wird von Eiskletterern häufig genutzt.

Der 31-Jährige kletterte auf einen Eisblock und wollte auf einer überhängenden Eisgrotte einen Top-Rope-Stand einrichten. Der 24-Jährige stand darunter. Der 31-Jährige wollte gerade die Eisschrauben setzten, als plötzlich die Nase des Eisblocks brach und auf den darunter stehenden 24-Jährigen stürzte.

Der 31-Jährige konnte sich mit den Eisgeräten halten und so den Absturz vermeiden, stieg sofort ab und verständigte unverzüglich den Alpinnotruf. Der 24-Jährige war offensichtlich schwer verletzt. Er steckte bis zum Rumpf in den herabgestürzten Eisblöcken und musste vorsichtig ausgegraben werden. Er wurde nach Erstbehandlung im BKH Lienz aufgrund der Schwere der Verletzungen in die Klinik Klagenfurt überstellt.