Gemeinderat stimmt TVB-Syndikatsvertrag zu

Trotz langer Budgetdebatte nahm sich der Lienzer Gemeinderat bei der Sitzung am 21. Dezember nach Mitternacht noch Zeit für das heißeste Thema des auslaufenden Jahres: die Lienzer Bergbahnen. Eine Stunde dauerte die Diskussion über den Syndikatsvertrag zwischen Stadt und TVBO. Vor allem rechtliche Sachfragen mussten geklärt werden.

Die gesamte ÖVP, Bürgermeisterin Elisabeth Blanik und Siegfried Schatz stimmten für die enge Bindung der Stadt an den TVBO in Bergbahn-Angelegenheiten. 

Vier SP-Gemeinderäte und ein LSL-Vertreter stimmten dagegen, bei drei Enthaltungen.

Eine Hürde auf dem Weg zur Bergbahnen-Sanierung wurde damit beseitigt, weitere sind noch zu überwinden. Bevor der Vertrag tatsächlich unterzeichnet werden kann, müssen die Aufsichtsbehörde des Landes und die Bezirkshauptmannschaft Lienz dem rechtlichen Konstrukt zustimmen. Das soll möglichst noch heuer passieren.

Parallel dazu bereitet der Lienzer Notar Markus Mayr ein zweites Dokument vor, den Übertragungsvertrag für jene Bergbahnaktien, die vom privaten Lienzer Tourismusverein zurück in das Gesamtvermögen des TVBO wandern sollen.

Beide Verträge werden parallel unterzeichnet, danach ist der TVB Osttirol gemeinsam mit der Stadt Lienz wieder Haupteigentümer der Lienzer Bergbahnen mit jeweils ca. 47%. So soll einerseits das Bilanzbild des TVBO bereinigt und andererseits ein Geldfluss von zugesagten 600.000 Euro an Krediten und Förderungen für die Bergbahnen ausgelöst werden.

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2 Postings bisher
anton2009 vor 6 Jahren

Nie und nimmer hätte die Stadt diesem Vertrag zustimmen dürfen; sie macht sich dadurch vom TVB abhängig. Die müden Mandatare waren sich offensichtlich zur nachmitternächtlichen Stunde der Tragweite ihres Handelns nicht bewusst! Im ausgeschlafenen Zustand wäre das wahrscheinlich nicht passiert! Hut ab vor den Mandataren, die dagegen gestimmt haben!

fb vor 6 Jahren

Freundliche Empfehlung ! Diese Lösung könnte ohne Besschlußfassung der Rückführung in einer GV des Tourismusvereins Lienzer Dolomiten auf sehr wackeligem Fundament stehen, da jedes ! Vereinsmitglied 1 Jahr lang diese Rückführung, wenn nur vom Vorstand oder Aufsichtsrat besschlossen, beeinspruchen kann. Es ist mir unverständlich, wie Funktionäre entweder sich so allmächtig fühlen, so ignorant sein können oder im schlimmsten Fall so unwissend agieren.