Mehr Energie aus Kleinwasserkraftwerken

Über ein Drittel mehr an Strom könnte aus den insgesamt rund 800 Kleinwasserkraftwerken in ganz Tirol gewonnen werden.

Das ergab eine Analyse im Auftrag des Landes. Bislang wurden 56 solcher Kleinwasserkraftwerke hinsichtlich ihrer Energieeffizienzpotentiale untersucht.

Durch eine wasserwirtschaftliche und technische Optimierung könnte eine zusätzliche Strommenge zur Versorgung von 5000 Haushalten gewonnen werden.

Zu diesem Ergebnis meint Landeshauptmannstellvertreter Anton Steixner freudig überrascht: „Wenn wir die Tiroler Kleinwasserkraftwerke in Tirol sanieren und optimieren, können wir beträchtlich mehr Energie in Form von Strom gewinnen, ohne dabei zusätzliche Gewässer verbauen zu müssen.“ Doch auch wenn möglichst viele dieser Anlagen aufgemöbelt würden, müsse neben Sonne, Biomasse, Umwelt- und Abwärme auch die Wasserkraft weiter ausgebaut werden, um das Ziel der Energieautonomie in Tirol zu erreichen, gibt Steixner zu bedenken. Mithilfe des Kriterienkataloges will man im Land die richtigen Kraftwerke an den richtigen Standorten errichten und dabei auf die Natur möglichst Rücksicht nehmen.

Um jetzt viele Betreiber zu einer Revitalisierung ihrer Kleinkraftwerke zu motivieren, möchte Steixner die dementsprechende Förderaktion des Landes verlängern. Das Interesse der Betreiber sei ungebrochen groß, so der Energiereferent. Die Aktion beinhaltet eine kostenlose Erstberatung und in weiterer Folge Detailberatungen samt schriftlichen Empfehlungen zur Effizienzsteigerung. Abgewickelt wird die Beratungsinitiative von der Wasser Tirol GmbH. Die meisten der 160 Kraftwerke in Osttirol sind solche Kleinwasserkraftwerke. Damit sei ein hohes Potenzial gegeben, wie Ernst Fleischhacker von Wasser Tirol bestätigt.

Anton Steixner erntete für die Ausweitung des Förderprogramms Applaus von den Grünen und vom Bürgerforum. Die Revitalisierung von Kleinwasserkraftwerken ist aber nur ein Teil des vom Energiereferenten präsentierten Zehn-Punkte-Programm für die Energieautonomie Tirols.

Weitere Informationen zum Thema liefert die Website des Landes Tirol.

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