Neues Wohnen in alten Bauten

Vortragsreihe zur Nutzung alter Bausubstanz von 8. bis 10. Februar.

Im Rahmen der Vortragsreihe werden auch bereits umgesetzte Gebäuderevitalisierungen vorgestellt, wie etwa dieses gelungene Beispiel - ein Bauernhaus in Patriasdorf von Angelika Posch.

Dem Erhalt alter Bausubstanz sowie der Gestaltung von Neubauten im ländlichen Raum widmet sich eine Vortragsreihe in der Wirtschaftskammer Lienz. Ausgehend von starken Veränderungen in Bauen und Leben am Land in den vergangenen Jahrzehnten sind vor allem Osttirols Nebentäler von Abwanderung geprägt. Nicht nur das führt dazu, dass immer mehr alte Bausubstanz leer steht und verfällt. Darunter leiden in erster Linie die Dörfer, die dadurch an Lebendigkeit und Attraktivität verlieren.

Unter der Leitung von Obertilliachs Bürgermeister Matthias Scherer und Projektkoordinator Thomas Kranebitter entstand so das Interreg-Projekt „Bausubstanz und Ortsbild zwischen Tradition und Erneuerung“, an dem der Planungsverband 35 (Sillian und Umgebung, Villgraten, Tilliach), die Gemeinden Gsies und Kals sowie das Regionsmanagement Osttirol und die Abteilung Bodenordnung der Tiroler Landesregierung teilnehmen. Ziel des Projektes ist es, das Individuelle und Besondere der einzelnen Objekte herauszuarbeiten und letztlich bei der Umsetzung zu unterstützen und zu beraten.

Neben allgemeinen Informationsveranstaltungen sind eine Reihe von Fachvorträgen, eine Wanderausstellung in 17 Gemeinden Ost-, Süd- und Nordtirols sowie Exkursionen zu konkret umgesetzten Objekten am Plan. Bisher wurden auch schon 25 Erstberatungen durchgeführt. Nun wird auch ein Schulungsprogramm gemeinsam mit der Wirtschaftskammer angeboten.

Hier das detaillierte Programm:

Mittwoch, 8. Februar:

17.30 – 18.00 Uhr: „Sanieren – Wozu?“ mit Architekt Peter Knapp

18.00 – 18.30 Uhr: „Fünf diffusionsoffene, ökologische Innendämmsysteme auf dem Prüfstand“ mit Herwig Hengsberger vom Institut für Bauphysik, TU Graz

18.30 – 19.00 Uhr: „Dachgeschossausbau und Dampfsperre“ mit Architekt Erich Six

19.00 – 19.30 Uhr: „Mauerwerkstrockenlegung – Theorie und Praxis“ mit Günther Fleischer, ofi Technologie & Innovation GmbH

Donnerstag, 9. Februar:

17.30 – 18.15 Uhr: „Möglichkeit der Förderung von ‚Baukultur'“ mit Stanislaus Unterberger und Stefan Schöpf, Dorferneuerung, Amt Tiroler Landesregierung

18.15 – 19.00 Uhr: „Alpine Baukultur und Energieeffizienz“ mit Wolfgang Konrad, Bauakademie Salzburg

19.00 – 19.45 Uhr: „Qualität in der Sanierung – Gesamtsanierungskonzept und gewerksübergreifendes Mitdenken“ mit Robert Traunmüller, Energie Tirol

Freitag, 10. Februar:

17.00 – 18.00 Uhr: „Zeitgemäßes Wohnen in alten Gebäuden – alte Bausubstanz vernünftig erhalten“ mit Walter Hauser vom Bundesdenkmalamt Innsbruck

18.00 – 19.30 Uhr: Vorstellung von vier gelungene Gebäuderevitalisierungen mit Mag. Helene Brunner, Regionsmanagement Osttirol

Im Anschluss an die jeweiligen Vortragsabende ergibt sich für die Besucher die Möglichkeit zu Diskussionen und Fragen zum Thema.

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