Gelesene Südtiroler Literaturgeschichte

Dem Südtiroler Künstler Georg Paulmichl, von Geburt an geistig behindert, wird ein Leseabend am 16. März in der Stephansstube Anras gewidmet. Der Maler und Dichter kombiniert in seinen Texten Altbekanntes auf individuelle, verfremdete Art.

Da Georg Paulmichl – bedingt durch seine schwere Parkinsonerkrankung – selbst nicht mehr längere Wegstrecken zurücklegen kann, wird sein langjähriger Begleiter und Betreuer Dietmar Raffeiner aus seinen Werken lesen.

Seine künstlerische Laufbahn, die sowohl Dichtung als auch Malerei umfasst und in zahlreichen Publikationen ihre Eckpunkte fand, begann vor mehr als dreißig Jahren in der Werkstatt für Menschen mit Behinderung in Prad. Er verquickt in seinen ungewöhnlichen sprachlichen Kombinationen und Gedankengängen Elemente aus Politik, Kirche, Brauchtum, Werbung und vielem mehr auf immer wieder überraschende Weise. So ergibt sich für den Leser und Hörer eine höchst unkonventionelle Sicht.

Vor Lesungsbeginn wird außerdem ein Kurzfilm über den Künstler Georg Paulmichl gezeigt.

An diesem literarischen Leseabend tritt auch Margit von Elzenbaum auf und trägt kurze Texte aus ihrem jüngsten Buch „Dorf mit Bühnen“ vor, das 2004 erschienen ist. Die Grundschullehrerin kommt aus Auer im Südtiroler Unterland und schreibt in Dialekt und Hochsprache, Kurzprosa und Lyrik.

Die Lesung „Südtiroler Literaturgeschichte“

Freitag, 16. März, 19.30 Uhr

Stephansstube Anras

Eintritt: freiwillige Spenden

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