Stadt vergibt statt 85 nur 21 Ferialjobs

130 SchülerInnen bewarben sich um gut dotierte Sommerjobs.

Gravierend sind für viele Schüler in Lienz die Auswirkungen einer Verordnung, die Gemeinden dazu zwingt, Ferialpraktikanten als reguläre Vertragsbedienstete zu beschäftigen. Während im Vorjahr laut Bürgermeisterin Elisabeth Blanik satte 85 (!) Schülerinnen und Schüler im Sommer für die Stadtverwaltung von Lienz jobten, sind heuer nur noch 21 Jugendliche in Stadtgärtnerei, Schloss Bruck, Schwimmbad oder mit Putzdiensten beschäftigt.

Die Jugendlichen verdienten in der Dolomitenstadt schon bisher meist mehr als 1000 Euro netto als monatliches Ferialhonorar. Jetzt kommen durch die neue Beschäftigungsregelung zu Bruttolöhnen von rund 1500 Euro noch Arbeitgeberbeiträge und damit Mehrkosten, die sich die Stadt nicht mehr leisten kann und will.

130 BewerberInnen haben sich um einen Ferialjob bei der Kommune beworben, die Auswahl traf das Büro der Bürgermeisterin, zum Teil nach fachlichen Kriterien, wie etwa Italienischkenntnissen, zum Teil nach sozialen Überlegungen. Bevorzugt wurden auch Jugendliche, die noch nie einen Sommerjob bei der Stadt ergattert haben. Weitere zehn SchülerInnen werden zwar von der Stadt bezahlt aber bei Vereinen wie der Bücherei oder beim TVB beschäftigt und fallen deshalb nicht unter die Vertragsbediensteten-Regelung. Blanik will außerdem prüfen, ob weitere SchülerInnen etwa für die Kinder-Sommerbetreuung der Stadt benötigt werden.

Artikelbild: photocase/bls999

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2 Postings bisher
anton2009 vor 6 Jahren

Das ist wieder eine Vorschrift der EU! Viele Jugendliche sind enttäuscht! Aber es ist sicher nicht einzusehen, dass die Stadt den Ferialpraktikanten, die hier erste Erfahrungen in der Praxis sammeln wollen, die selben Bezüge wie Vertragsbedienstete erhalten! Schade!

Und an DemebagDarell: Mit € 5.000,-- (im Jahr) könnte man leider nicht sehr viele Ferialarbeiter einstellen! Das wären höchstens 5 - 6 Ferialposten mehr!

DimebagDarell vor 6 Jahren

"...die sich die Stadt nicht mehr leisten kann und will"...

Aber hauptsache bei der Jagdvergabe auf insgesamt ca. € 50.000,00 verzichten.. Da wird am falschen Ende gespart!!!!!!!!!!!

Gratulation Fr. BGM + Konsorten!!