Italiener am Glockner aus Bergnot gerettet

Am 3. Mai stiegen zwei italienische Bergsteiger (30 und 38 Jahre) von der Franz Josefs-Höhe zum Großglockner Nordwand-Biwak auf, übernachteten dort und starteten am 4. Mai um 05.00 Uhr früh  mit der Nordwandtour.

Beide waren mit kompletter Eiskletterausrüstung ausgestattet, durchstiegen zügig die „Mayerlrampe“ und erreichten laut eigenen Angaben gegen  08:15 Uhr den Ausstieg im Bereich der „Grögerschneid“  in 3660 m Seehöhe. Von dort wollten sie über den Nordwestgrat den Gipfel (Schwierigkeit 4-) des Großglockner (3798 m) besteigen. 

Derzeit befindet sich sehr viel Schnee im Nordwestgrat, die Verhältnisse sind äußerst anspruchsvoll. Bereits nach wenigen Höhenmetern kamen die Kletterer nicht  mehr weiter und setzten um 12:47 Uhr den Notruf ab.

Zwei Mann der Bergrettung Kals wurden zum „Kampele“ auf 3200 m Seehöhe geflogen und stiegen von dort in Richtung Großglocknergipfel auf. Ein weiterer Bergrettungsmann und ein Alpinpolizist mussten aufgrund der Witterungsverhältnisse (Nebel/ Wind) im Bereich des „Ködnitzkees“ auf ca. 2900 m  vom Hubschrauber abgesetzt werden.

Um 15:20 Uhr erreichten die zwei ersten Bergrettungsmänner den Glocknergipfel, stiegen gesichert über den Nordwestgrat  ab und stießen gegen 16:10 Uhr auf ca. 3680 m auf  die beiden in Not geratenen aber unverletzten Italiener. Sie wurden gesichert zum Gipfel und weiter zur „Adlersruhe“ geleitet und stiegen schließlich gemeinsam mit ihren Rettern zur Stüdlhütte (2802 m) ab.