„Die Chinesische Mauer“ in Aguntum

Theaterwerkstatt Dölsach bringt ab 9. Juni Max Frisch auf historische Bühne.

Historische Figuren aller Epochen treffen in "Die Chinesische Mauer" aufeinander - und das auf dem ganz echt-historischen Boden von Aguntum. Foto: Theaterwerkstatt Dölsach

Im Juni dient das Freiluftmuseum und Ausgrabungsstätte Aguntum als außergewöhnliche Kulisse für Max Frischs Farce „Die Chinesische Mauer“ gespielt von der Theaterwerkstatt Dölsach in der Inszenierung des Villacher Theaterwissenschaftlers Alfred Meschnigg. Diesmal spielen Schauspieler aus verschiedenen Orten, vom Gailtal über Lienz bis nach Südtirol, mit.

Regisseur Meschnigg in Aktion. Er zeichnet für die Inszenierung des immer noch aktuellen Max Frisch-Stückes verantwortlich. Foto: Theaterwerkstatt Dölsach

Im Max Frischs Farce „Die Chinesische Mauer“ werden Zeit und Raum aufgehoben, zwei Jahrtausende durcheinander gebeutelt. Der Chinesische Kaiser Hwang Ti (220 v. Chr.) lädt nach Erlangung der Weltherrschaft berühmte Figuren zu einem Fest! Napoleon, Columbus, Don Juan, Romeo und Julia, Brutus, Cleopatra und Pilatus werden im wunderbaren Ambiente des Museums Aguntum für zwei Stunden lebendig. Diese Kaiserzeit in China symbolisiert zwar eine Form von Vergangenheit, doch nicht das historische China vor 2000 Jahren, sondern leider noch immer die Lebensform des heutigen Menschen, der 2000 Jahre hinter seiner Wirklichkeit, seinen Erkenntnissen und Möglichkeiten herhinkt. Die Korruption, die Machtgier, die Brutalität sind gleich geblieben; die Mittel sind vielleicht etwas feiner geworden.

Die Premiere findet am Samstag, 9. Juni 2012 um 20.30 Uhr im Museum Aguntum statt.

Weitere Aufführungen am 13., 14., 15., 16., 17., 20., 21., 22. und 23. Juni.

Spielbeginn ist jeweils 20.30 Uhr – Saaleinlass 19.00 Uhr

Eintritt: 14 € Erwachsene, 12 € Mitglieder und Jugendliche bis 16 Jahre

Kartenreservierung und Vorverkauf im Museum Aguntum unter: 04852-61550

Platzreservierung!

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4 Postings bisher
Minerva vor 6 Jahren

@Nachgedacht Danke, nun weiß ich endlich, was "Minerva" bedeutet!! DANKE! Ich habe mich nur für diesen Nick entschieden, weil er so toll klang!! /Sarkasmus

Keine Sorge, ich gehöre selber zur osttiroler Zielgruppe (vielleicht deshalb die angebliche Rechtschreibschwäche? zwinker) ! Aber trotzdem finde ich es besser, dass Niveau der Sprache eher zu heben, damit die grauen Zellen der Leser ein wenig gefordert werden.

Lieber Herr Nachgedacht, wir können uns gerne einmal treffen und ein wenig diskutieren, nächste Woche schau ich mir diese Aufführung an, vielleicht treffen wir uns ja dort. Aber ich kann nicht versprechen, dass ich nicht auf hochgebildet machen werde ;-)

(wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten)

nachgedacht vor 6 Jahren

Werte Minerva (war eine römische Göttin), Wenn Sie schon in die Rolle der hochgebildeten Kritikerin schlüpfen, sollten Sie auch in der Lage sein, ihre Kritik, ohne Rechtschreibfehler (es heißt Formulierung und nicht Forulierung) zu verfassen. mfg Einer von der Zielgruppe Osttirol ;-)

Minerva vor 6 Jahren

Ich muss noch hinzufügen: Ich kenne das literarische Textsubstrat. Oder wie es im Kaffeehaus heißt: "I hab es Reclam-Heftl glesn!" Aber die Aufführung der Dölsacher habe ich (noch) nicht gesehen, deshalb hoffe ich auf kommende Berichterstattung zu diesem Thema, vor allem spezifisches zur Aufführung: zum Beispiel Infos zur Art und Qualität der Bühnenrealisierung (?)

Minerva vor 6 Jahren

Bei Max Frischs "Die Chinesische Mauer" handelt es sich in erster Linie um ein dramatisches Stück (wobei dramatisch nicht - wie fälschlicherweise von vielen geglaubt - "tragisch" bedeutet, sondern für die literarische Gattung des Dramas steht!) "Eine Farce" ist der Untertitel! Das Stück als eine Farce zu bezeichnen ist wohl die wirkliche Farce hier. Zudem werden die Figuren nicht "lebendig"! Auch wenn dies eine schöne Redewendung ist, so ist dies schlicht falsch! Wenn schon könnte man meinen, die historischen Figuren werden nachgeahmt, tatsächlich jedoch erhebt das moderne Theater nicht den Anspruch, die Figuren zu verkörpern, sondern man stellt die literarischen (nicht die realen!) Figuren dar, wobei der Schauspieler nicht mit der Figur verschmilzt, sondern sondern sie kritisch-reflektiert präsentiert.

Nichts für ungut, ich bin ein großer Bewunderer dieses Magazines (weniger des Magazines per se, sondern mehr der Ambition ein vergleichsweise qualitativ höherwertiges Magazin zu etablieren) aber sogar auf Wikipedia ist dies besser formuliert!

Als Ausrede könnte man vielleicht meinen, dass diese (vergleichsweise einfache) Forulierung besser auf die Zielgruppe Osttirol zugeschnitten sei, jedoch frage ich mich, woran man wachsen soll, wenn nicht an den Herausforderungen. Dies gilt auch für den Geist

MfG ;-)