Museum Aguntum als Theaterbühne

Max Frisch Drama „Die Chinesische Mauer“ feierte Premiere. Slideshow!

Max Frisch nannte das Stück „Die Chinesische Mauer“ im Untertitel eine Farce und bemerkte dazu, es handle sich um eine „Parodie auf unser Bewusstsein, eine Farce des nicht Vergleich- oder Vereinbaren“. Frischs polarisierendes Werk, dass zur Zeit der Hiroshima-Bombe 1945/46 entstand, ist aktueller denn je und erregt in der Inszenierung der Theaterwerkstatt Dölsach in der außergewöhnlichen Kulisse des Museums Aguntum erneut Aufmerksamkeit.

Das Stück des Schweizer Schriftstellers Max Frisch wurde nach seiner Entstehung einerseits als seine künstlerische Antwort auf die Atombombe, andererseits als „Ruf nach Freiheit und Frieden“ gedeutet. Recht deutlich wendet sich der Dramatiker jedenfalls gegen jede Art von Diktatur, im Stück dargestellt durch den Kaiser Hwang Ti, der sich mithilfe der Mauer symbolisch von der Wahrheit abzuriegeln versucht. „Der Heutige“, ein Mensch der Gegenwart, historische und fiktive Gestalten verschiedener Epochen treffen im Rahmen eines Festes beim chinesischen Kaiser zusammen und es entspinnt sich ein Ringen um die Bedrohung durch Atom-Krieg und weitere Tyrannei.

Noch bis 23. Juni dient das Freiluftmuseum und Ausgrabungsstätte Aguntum als Kulisse für „Die Chinesische Mauer“ von der Theaterwerkstatt Dölsach in der Inszenierung des Villacher Theaterwissenschaftlers Alfred Meschnigg. Schauspieler vom Gailtal über Lienz bis nach Südtirol wirken mit.

Weitere Aufführungen am 13., 14., 15., 16., 17., 20., 21., 22. und 23. Juni.

Spielbeginn ist jeweils 20.30 Uhr – Saaleinlass 19.00 Uhr

Eintritt: 14 € Erwachsene, 12 € Mitglieder und Jugendliche bis 16 Jahre

Kartenreservierung und Vorverkauf im Museum Aguntum unter: 04852-61550

Platzreservierung!

Tobias Tschurtschenthaler hielt die Premiere am 9. Juni im Museum Aguntum mit seiner Kamera fest:

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1 Posting bisher
Minerva

Super! Diese Berichterstattung ist sehr gelungen! Auch ein Danke für die ausdrucksstarken Bilder!