Oberlienz hat eine Erholungsoase für Radler

Ein Brunnen und eine Schautafel laden Radfahrer am Iselradweg zum Rasten ein.

 

Um rund 6.600 Euro wurde in Oberlienz bei der „Glanzer Brücke“ ein Rastplatz geschaffen, der Radfahrer und Inlineskater zum Verweilen und Erfrischen einlädt. Dafür sorgt neben einer leicht geschwungenen Holzbank auch ein Brunnen, aus dem man glasklares Trinkwasser schöpfen kann.

„Das Wasser enthält besonders viele Mineralsalze, stammt von der 1.850 Meter hoch gelegenen Lusserquelle in Glanz und ist ideal dafür geeignet, erschöpfte Radfahrer zu stärken“, verrät Martin Huber, Bürgermeister von Oberlienz.

Bei dieser Gelegenheit kann man sich auch ein Stück Oberlienzer Geschichte zu Gemüte führen. Eine Schautafel informiert den Leser über die Vergangenheit des Rastplatzes „Jandl“. Wo man heute Erholung findet, durchlebte man früher beim Holzfischen und bei der Arbeit im Sägewerk Jandl eher erschöpfende Stunden.

Auch Bgm. Martin Huber und Osttirol-Werber Franz Theurl erfrischten sich am Brunnen.

Auch über die Kraft der Isel erfährt man vieles, wie beispielsweise über die Hochwasserkatastrophe in den 1960er-Jahren. „Wir wollten seitens der Gemeinde einfach dafür sorgen, dass ein Stück Oberlienzer Geschichte nicht verloren geht“, so Huber.

Für TVB-Obmann Franz Theurl ist der neue Rastplatz in Oberlienz, zusammen mit der neuen Iselaufweitung und dem dortigen Angebot, eine echte Naherholungsoase. „Hier wurde mit wenig Geld viel für den naturnahen Tourismus geschaffen“, freut sich Theurl.

Die Kosten für den Rastplatz, in dessen Mitte ein schwerer Schiefergneis-Steinbrunnen aus dem Michelbach steht, teilen sich der Tourismusverband Osttirol mit 3.000 Euro, die Gemeinde Oberlienz mit 2.000 Euro und die Wasserbauverwaltung mit 1.600 Euro.

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1 Posting bisher
Gertrude

Schön langsam frag ich mich schon, wozu es eigentlich noch Wirtshäuser gibt. In jedem Dorf an Radwegen werden Brunnen aufgestellt, wie bitte sollen denn unsere Wirte noch Umsätze machen? Die Gasthäuser sind wohl nur mehr für das "Kleine Geschäft" der Touristen zuständig. Man erzählt uns, die Gemeinden hätten kein Geld mehr- das kommt mir nicht so vor. Alleine in Amlach gibt es drei Brunnen, Rastplätze mit Bankerln etc. Weit wichtiger wäre es, viel mehr Mülleimer aufzustellen, um unsere Natur vom Restmüll der Touristen zu schützen.